Kaiserslautern Rote Teufel ziehen den Kürzeren

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Mehlingen. Im Südwestderby der A-Junioren-Bundesliga musste die U19 des 1. FC Kaiserslautern eine verdiente 2:5 (1:3)-Heimniederlage gegen den FSV Mainz 05 hinnehmen. Durch diesen Erfolg konnten die Gäste in der Tabelle mit den Pfälzern gleichziehen. FCK-Trainer Gunther Metz sprach nach der Begegnung von der schwächsten Saisonleistung seiner Mannschaft.

Mainz hat dieses Derby völlig verdient gewonnen. Wir waren nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen, haben viele Fehlpässe produziert und uns in der ersten Hälfte keine einzige Chance erarbeitet. So kannst Du kein Spiel für Dich entscheiden“, so der enttäuschte Metz. Aufgrund des unerwartet starken Schneefalls wurde die Partie kurzfristig auf dem Kunstrasenplatz angepfiffen. Im Vergleich zum letzten Spiel bei der TSG Hoffenheim (2:2) mussten die Roten Teufel ihre Aufstellung auf einer Position verändern. Der etatmäßige Kapitän Iosif Maroudis (Gelbsperre) wurde durch den wiedergenesenen Luca Jensen ersetzt. Neben ihm agierte David Tomic, der wie schon vergangene Woche ins zentrale Mittelfeld rückte. Auf dem linken Flügel startete Flavius Botiseriu. Die Anfangsphase war geprägt von intensiv geführten Zweikämpfen, sodass kaum Strafraumszenen zustande kamen. Der Führungstreffer für Kaiserslautern resultierte aus einer Standardsituation. Torben Müsel brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld scharf in den Sechzehner, wo Spielführer Shipnoski ungedeckt per Kopf zum 1:0 einnetzte (10. Minute). Die Freude des Gastgebers währte allerdings nicht lange. Nur 180 Sekunden später glichen die Mainzer auf der Gegenseite aus. Stürmer Jannik Mause flankte die Kugel von rechts auf den kurzen Pfosten, wo Justin Petermann den Ball vor seinem Gegenspieler gedankenschnell über die Linie drückte (13.). In der Folgezeit neutralisierten sich beide Teams, ehe die 05er nach 29 Minuten erstmals in Front gingen. Pech für die Lauterer, dass der direkt verwandelte Freistoß von Mause abgefälscht war. So landete das Leder aus 23 Metern unhaltbar für Keeper Lennart Grill im Kasten. Die Truppe von Gästecoach Thomas Krücken übernahm nun immer mehr die Spielkontrolle. In der 34. Minute verpasste Mause nach einem überfallartigen Angriff um Haaresbreite das nächste Tor. Effizienter zeigte sich Mittelfeldakteur Vitus Scheithauer, der nach klasse Zuspiel zum 3:1-Pausenstand traf (45.). Mit Beginn des zweiten Durchgangs tauschten Botiseriu und Tomic ihre Positionen. Letzterer spielte nun wieder auf seiner angestammten Außenbahn und sorgte mit gewohnt starken Dribblings für mächtig Betrieb. Zunächst legte er nach schönem Solo klug für Müsel auf, der den Ball knapp neben das Gehäuse bugsierte (50.). Im Anschluss probierte sich Tomic mit einem gefährlichen Distanzschuss selbst (52.). Danach verpuffte die kurze Drangperiode des FCK, da sich wieder zu viele unnötige Ballverluste im Aufbauspiel einstreuten – und der FSV in den entscheidenden Zweikämpfen einen Tick präsenter war. Zwar kamen die Pfälzer durch einen sehenswerten Treffer des zuvor eingewechselten Antonio Jonjic nochmal auf 2:3 heran (65.), doch die Rote Karte für Shipnoski besiegelte wenige Augenblicke später die Niederlage (69.). Der Jugend-Nationalspieler hatte, nachdem er zuvor selbst gefoult worden war, gegen einen FSV-Spieler leicht nachgetreten. Seine Überzahl wusste der Gast aus Mainz in der verbleibenden Spielzeit geschickt zu nutzen. Bereits in der folgenden Offensivaktion besorgte Joel Richter die Vorentscheidung zum 4:2 (71.). Und damit nicht genug – Makana Baku erzielte in der 77. Minute den am Ende etwas zu hohen 5:2-Endstand. SO SPIELTEN SIE 1. FC Kaiserslautern: Grill - Anton, Will (46. Lang), Salata (84. Altintas), Oesswein - Shipnoski, Jensen (63. Artemov), Tomic, Botiseriu - Müsel, Mustafa (63. Jonjic) 1. FSV Mainz 05: Dahmen - Baku (80. Rosenbaum), Grau, Gürleyen, Kölle - Richter (75. Kinsombi), Scheithauer (80. Okitasombo), Demirbas, Baku - Petermann, Mause (87. Lopez) Tore: 1:0 Shipnoski (10.), 1:1 Petermann (13.), 1:2 Mause (29.), 1:3 Scheithauer (45.), 2:3 Jonjic (65.), 2:4 Richter (71.), 2:5 Baku (77.) - Gelbe Karten: Lang - Richter - Rote Karte: Shipnoski (69.) - Beste Spieler: Tomic - Scheithauer, Petermann, Mause - Zuschauer: 170 - Schiedsrichter: Dotzel (Heidenfeld).

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