Kaiserslautern Rote Teufel erwachen erst nach der Pause

91-95224581.jpg

Mehlingen. Gegen starke Gäste aus Nürnberg kam die A-Jugend des 1. FC Kaiserslautern zu einem etwas glücklichen 2:2 (1:1)-Unentschieden. Für die Roten Teufel war es in dieser Spielzeit das dritte Remis in der U19-Bundesliga Süd/Südwest. Da die Konkurrenz ebenfalls keinen Dreier einfahren konnte, kletterten die Lauterer in der Tabelle sogar auf Platz drei.

„Wir haben in der ersten Halbzeit überhaupt keinen Zugriff bekommen und können froh sein, dass die Partie da nicht schon von Nürnberg entschieden wurde. Nach dem Wechsel haben wir uns gesteigert und weniger zugelassen. Ich denke, dass das Ergebnis aufgrund unserer zweiten Hälfte nicht unverdient war“, erklärte U19-Trainer Gunther Metz. Am 20. Spieltag trafen die Pfälzer auf einen von Beginn an hochmotivierten Gegner. Die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo trat sehr aggressiv auf und hatte bereits nach wenigen Sekunden die erste Kopfballchance durch Philipp Harlass. Auch im weiteren Spielverlauf wirkten die Lauterer unsortiert und verunsichert. Nürnberg dagegen agierte mit hohen Bällen und brachte die FCK-Abwehr durch ständige Positionswechsel immer wieder in Verlegenheit. Die nächste Möglichkeit hatte Innenverteidiger Pascal Schärtel, der nach einer Ecke ungehindert zum Abschluss kam (5.). Eine Viertelstunde später leisteten sich die Betzenberger im Spielaufbau einen kapitalen Fehlpass, doch FCN-Akteur Leonardo Zottele schob die Kugel freistehend neben den Kasten (20.). Auch der nächste Abspielfehler des Gastgebers wurde nicht bestraft: Der pfeilschnelle Harlass nahm seinem Gegenspieler zwar einige Meter ab, traf aber nur den Pfosten (22.). In der 23. Minute war es aber soweit: Stürmer Kevin Zizek brachte die Franken verdient mit 1:0 in Front. Die Vorarbeit leistete Rechtsverteidiger Niklas Sommer, der durch energische Vorstöße immer wieder im Rücken der Lauterer-Hintermannschaft auftauchte. Quasi aus dem Nichts erzielten die Platzherren nach einer halben Stunde den Ausgleich: Corey Anton setzte sich über den Flügel durch und flankte auf den langen Pfosten, wo David Tomic das Leder sehenswert ins Netz zirkelte (30.). Zuvor hatte lediglich Nicklas Shipnoski in der Anfangsphase mit einem tollen Sprint für Gefahr im gegnerischen Sechzehner gesorgt. Kurz vor der Pause verhinderte Schlussmann Lennart Grill mit einer tollen Parade gegen Tim Hüttl den erneuten Rückstand (40.). Im zweiten Abschnitt kamen die Metz-Schützlinge etwas besser in die Partie und gingen prompt in Führung. Nachdem Shipnoski im Strafraum gefoult worden war, trat er selbst zum Punkt und verwandelte sicher zum 2:1 (51.). Den Pfälzern gelang es nun durch eine geordnetere Spielweise, die langen Bälle der Nürnberger zu unterbinden, sodass diese nur noch zu vereinzelten Gelegenheiten kamen. Filip Rettig bugsierte einen Freistoß knapp neben das Gehäuse, ehe Erik Engelhardt nach feiner Einzelleistung zum 2:2-Ausgleich vollstreckte (66.). In der Schlussphase vergaben beide Kontrahenten die Möglichkeit auf den Sieg. Doch sowohl Robin Heußer (77.) als auch Valdrin Mustafa (90.) konnten die Kugel nicht im Tor unterbringen. So blieb es am Ende beim Punktgewinn für den FCK. SO SPIELTEN SIE 1. FC Kaiserslautern: Grill - Anton, Altintas, Lang, Oesswein - Shipnoski, Maroudis, Jensen (89. Andric), Tomic - Jonjic (89. Stierlin), Mustafa 1. FC Nürnberg: Wenzel - Sommer, Hüttl, Schärtel, Heußer - Engelhardt (90. Gashi), Müller, Zottele, Rettig - Harlass, Zizek (84. Schleimer) Tore: 0:1 Zizek (23.), 1:1 Tomic (30.), 2:1 Shipnoski (51., Foulelfmeter), 2:2 Engelhardt (66.) - Gelbe Karten: Mustafa, Jonjic - Heußer - Beste Spieler: Grill - Sommer, Harlass, Zizek - Zuschauer: 130 - Schiedsrichter: Oberdörster (Mönchengladbach).

x