Kaiserslautern Rote Teufel buchen Halbfinal-Ticket

Ingolstadt. Durch einen 4:2 (0:1)-Sieg beim FC Ingolstadt hat sich die A-Jugend des 1. FC Kaiserslautern den Einzug ins Halbfinale des DFB-Junioren-Vereinspokals gesichert. Auf welches Team die Pfälzer dort treffen, steht bis dato noch nicht fest. Im Lostopf sind noch die U19-Teams aus Braunschweig, Köln und Jena.
In der letzten Partie des Kalenderjahres musste FCK-Trainer Gunther Metz kurzfristig auf drei Spieler verzichten. Valdrin Mustafa, Lars Oesswein und Mario Andric zogen sich im Training leichte Blessuren zu – und fielen für das Pokal-Viertelfinale aus. Dafür stand der wiedergenesene U19-Nationalspieler Nicklas Shipnoski wieder in der Startformation. In der ersten Hälfte bestimmte der FCI das Geschehen auf dem Kunstrasenplatz. Während sich die Schanzer immer wieder gute Möglichkeiten erarbeiteten, fanden die Roten Teufel überhaupt nicht zu ihrem Spiel. Nach 37 Minuten schoss Amar Suljic den Gastgeber verdient mit 1:0 in Front. Vorausgegangen war ein leichtfertiger Ballverlust der Gäste, den die aktiveren Ingolstädter eiskalt ausnutzten. Der 1. FC Kaiserslautern konnte sich zu diesem Zeitpunkt bereits bei seinem bärenstarken Keeper Lennart Grill bedanken, der seine Mannschaft mit einigen Glanzparaden vor einem höheren Pausenrückstand bewahrt hatte. Im zweiten Abschnitt präsentierte sich der Tabellenzweite der Bundesliga Süd/Südwest deutlich verbessert. Die Belohnung des mehr betriebenen Aufwands ließ nicht lange auf sich warten. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff lenkte FCI-Akteur Yanick Tobias eine scharfe Hereingabe von Kevin Coleman ins eigene Tor (52.). Wenig später war es FCK-Kapitän Iosif Maroudis, der sein Team mit einem sehenswerten Schuss aus 16 Metern erstmals in Führung brachte (57.). Im weiteren Spielverlauf stemmten sich die Hausherren gegen die drohende Niederlage – und die Betzenberger bekamen mehr Raum für gefährliche Kontervorstöße. Eben so einer sorgte in der 80. Minute für das umjubelte 3:1. Der zur Halbzeit eingewechselte Antonio Jonjic bediente den gestarteten Torben Müsel, der frei vor Torhüter Florian Rauh die Ruhe behielt und souverän einnetzte. Suljic konnte zwar mit einem direkt verwandelten Freistoß nochmal auf 2:3 verkürzen (84.), doch David Tomic machte in der Nachspielzeit den Deckel drauf, als er nach klasse Vorarbeit von Shipnoski zum 4:2-Endstand traf (90.+4). Beide Teams mussten in der emotionalen Schlussphase Platzverweise hinnehmen. Die Ingolstädter Gabriel Weiß (81.) und Michael Senger (90.) wurden wegen Meckerns des Feldes verwiesen. Kaiserslauterns Spieler Antonio Jonjic (89.) handelte sich nach einem Missverständnis mit den Unparteiischen die Gelb-Rote Karte ein. „Das war ein richtiger Pokalfight. Wir freuen uns riesig über den Einzug ins Halbfinale und sind schon gespannt, wie es weitergeht. In der ersten Hälfte haben wir heute kein gutes Spiel abgeliefert. Nach der Pause haben sich die Jungs gesteigert und mehr investiert. Ich denke, dass der Sieg etwas glücklich, aber nicht unverdient ist“, so der überglückliche U19-Coach Gunther Metz nach der Begegnung.