Kaiserslautern Rittersberg Big Band überzeugt bei Volksparkkonzert

Das Ensemble spielte fast zwei Stunden lang über unterschiedliche Genres hinweg Unterhaltsames und Mitreißendes.
Das Ensemble spielte fast zwei Stunden lang über unterschiedliche Genres hinweg Unterhaltsames und Mitreißendes.

Das vor mehr als 30 Jahren gegründete Big-Band-Ensemble des Kaiserslauterer Rittersberg-Gymnasiums wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Es zog auch bei zahlreichen Auftritten im Ausland die Aufmerksamkeit auf sich und spielte mit Größen der internationalen Big-Band-Szene zusammen. Es darf also mit Fug und Recht behauptet werden, dass ein Auftritt der Rittersberg Big Band etwas Besonderes ist. Das galt auch für den Auftritt beim Volksparkkonzert am Sonntag.

Können und Vielseitigkeit bestimmen das Programm der vorwiegend aus aktuellen Schülerinnen und Schülern bestehenden Gruppe des Rittersberg-Gymnasiums in Kaiserslautern. Unter der Leitung des Musiklehrers und stellvertretenden Schulleiters Markus Lücke boten die jungen Band-Mitglieder vor den dicht besetzten Reihen im Volkspark – selten war ein Konzert dieser Art so gut besucht – ein breitgefächertes Repertoire, das perfekt zum Motto des Tages „Swing and Sing“ passte.

Zwischen Klassikern des Jazz („Satin Doll“) und modernen Kompositionen, die Funkig-Souliges, Film-Musiken wie Adeles James-Bond-Titel „Skyfall“ und ikonisch gewordene Melodien aus der Populär-Kultur (etwa das als Zugabe gespielte „Muppet Show“-Intro) beinhalteten, spielte das Ensemble fast zwei Stunden lang und über vielerlei unterschiedliche Genres hinweg Unterhaltsames, Mitreißendes und Interessantes, weil selten live Gehörtes.

Mehr als nur eine Schulband

Mehrere interpretatorische Höhepunkte markierte dabei das in die Formation integrierte Bläser-Quintett Tacet. Dabei handelt es sich um eine aus ehemaligen Schülern und Ensemble-Mitgliedern bestehende Gruppe. Die ihrer früheren Schule musikalisch treugebliebenen Musiker Julian Lasai, Gabriel Haselbach, Simon Schmitt, Luis Schramm und Julius Göbel – zum Teil Musikstudenten – beeindruckten mit Adaptionen unter anderem von „Stand By Me“ und „Take Me Home, Country Roads“. Der jeweils lange Applaus des zufriedenen Publikums war ihnen damit jedes Mal sicher.

Überzeugend waren auch die Auftritte der Solisten der Rittersberg Big Band, allen voran die der sonoren Vokalistin Emma Mosinski, die schon im Anfangsteil des Konzerts mit der Norah-Jones-Nummer „Don’t Know Why“ viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Im instrumentalen Bereich waren es der Saxophonist Gleb Grinke und der Schlagzeuger Daniel Würtz, die mit furiosen Soli glänzten.

Grundsätzlich fiel auf, dass man in der Rittersberg Big Band selbst bei kompositorischen Klippen extrem präzise in Einsatz und Rhythmus agiert, dass die ihre Instrumente durchweg gut beherrschenden Bandmitglieder aber keineswegs die Lebendigkeit der Titel außer Acht lassen. Das erklärt auch die Erfolge dieser Formation, die mehr als eine einfache Schulband ist.

Info

Das nächste Volksparkkonzert findet am Sonntag, 7. Juli, mit dem Nahetal-Orchester der KKM Sponsheim statt. Das Ensemble spielt ab 11 Uhr. Das Motto lautet „Musikalische Vielfalt so (N)ahe“.

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