Handball
Richtungsweisendes Spiel für den TuS Dansenberg
Sieben Spieltage vor dem Saisonende steht der TuS Dansenberg in der Regionalliga Südwest derzeit mit 16:22 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Die Situation im Tabellenmittelfeld ist dabei äußerst eng. Direkt vor Dansenberg rangiert die HSG Dudenhofen/Schifferstadt mit 17:21 Punkten auf Rang neun. Auch die Südpfalz Tiger (18:20) sowie die MSG HF Illtal (20:16) sind noch in Reichweite. Ein Erfolg am Samstag (20 Uhr) im Heimspiel gegen HB Mülheim-Urmitz könnte den TuS also wieder näher an das gesicherte Tabellenmittelfeld heranbringen.
Gleichzeitig lohnt sich aber auch der Blick nach hinten. Mit dem VTV Mundenheim (15:23 Punkte) sitzt ein direkter Konkurrent unmittelbar im Nacken der Lauterer. Eine besondere Konstellation der Liga sorgt dafür, dass selbst Platz zehn derzeit noch keine echte Sicherheit bedeutet.
Bis zu vier Absteiger möglich
Der Grund dafür liegt in der möglichen Abstiegsregelung am Saisonende. Sollten mehrere Mannschaften aus dem Südwesten aus der Dritten Liga absteigen, könnte sich die Zahl der Absteiger aus der Regionalliga drastisch erhöhen. Im ungünstigsten Fall müssten bis zu vier Teams den Gang in die Oberliga antreten. Dadurch geraten auch Mannschaften aus dem unteren Mittelfeld stärker unter Druck – und genau in diesem Bereich befindet sich aktuell auch der TuS Dansenberg.
Ein Problem der bisherigen Saison ist zudem die Auswärtsbilanz der Lauterer. In fremden Hallen tat sich Dansenberg häufig schwer und ließ mehrere mögliche Punkte liegen. Mit Mülheim verbinden die Schwarz-Weißen hingegen gute Erinnerungen: Am 26. Oktober 2025 feierten die Westpfälzer dort einen 31:29-Auswärtssieg. Gestützt auf eine kompakte Abwehr und einen starken Simon Gabrys im Tor – er parierte insgesamt 17 Würfe – setzte sich Dansenberg früh ab, ging mit einer verdienten Fünf-Tore-Führung in die Pause und verteidigte den Vorsprung mit großem Kampf bis zum Schluss.
Die Heimstärke nutzen
Bester Torschütze war Ben Kölsch, der seinen Vertrag unlängst um zwei Jahre verlängert hat. „Die Reaktionen im Umfeld haben mich sehr in meiner Entscheidung bestärkt. Ich fühle mich hier absolut wohl“, betont der Spielmacher. „Natürlich will man sich als Sportler immer weiterentwickeln und es wäre toll, mit dem TuS Dansenberg irgendwann noch mal eine Liga höher zu spielen“, stellt der 21-Jährige klar. Wenn Kölsch nicht auf der Platte steht, geht er seinem Lehramtsstudium in Landau nach. Dort stehen Mathematik und Sport auf dem Programm. Läuft alles nach Plan, wird er Ende 2028 sein Referendariat an einer Grundschule antreten. Und mit dem TuS Dansenberg vielleicht eine Liga höher spielen.
Die kurzfristige Zielsetzung heißt jedoch Klassenverbleib. Kölsch und Co. wollen am Samstag ihre Heimstärke nutzen, konzentriert auftreten und versuchen, die wichtigen Punkte in eigener Halle zu behalten.