Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Richtungsweisende Partie für den TuS Dansenberg

Weiß sich durchzusetzen: Ben Kölsch vom TuS, hier im Spiel gegen die SG Zweibrücken.
Weiß sich durchzusetzen: Ben Kölsch vom TuS, hier im Spiel gegen die SG Zweibrücken.

Ob aus dem Zweikampf um die Regionalliga-Meisterschaft zwischen Spitzenreiter TV Homburg und dem punktgleichen HV Vallendar im Verlauf der Rückrunde noch ein Dreikampf wird, hängt vom TuS Dansenberg ab.

Bei drei Punkten Rückstand auf den einzigen Aufstiegsplatz ist noch alles drin für die Westpfälzer. Mit einem Sieg im Verfolger-Duell bei der HSG Kastellaun/Simmern können die Schwarz-Weißen am Sonntag (17 Uhr) ihren Platz in der Spitzengruppe manifestieren. Die Partie ist für beide Teams richtungsweisend. Dansenberg (21:9 Punkte) könnte seinen Vorsprung auf die HSG (19:11) im Falle eines Sieges bis auf vier Punkte ausbauen und den Druck auf das Spitzen-Duo weiter erhöhen. Aufgrund des Hinspielsieges hätten die Barbarossastädter dann auch im direkten Vergleich die Nase vorn.

Beim 35:30-Erfolg Ende September stachen Spielmacher Ben Kölsch und Timo Holstein hervor. Dass Toptorjäger Holstein, der aufgrund einer hartnäckigen Schulterverletzung lange fehlte und dann zunächst nur in der Abwehr zum Einsatz kam, wieder voll einsatzfähig ist, dürfte die Titelchancen des Tabellendritten deutlich erhöhen. Der schnelle Linksaußen zählte bis zu seiner Verletzung zu den treffsichersten Regionalliga-Schützen und steuerte zum jüngsten Heimsieg gegen die Südpfalz Tiger drei Tore bei. Obwohl die Schwarz-Weißen beim Rückrundenauftakt in Saarlouis nicht über eine Punkteteilung hinauskamen, ist in Sachen Meisterschaft nach wie vor alles drin, zumal die Rückspiele gegen Homburg und Vallendar noch ausstehen.

Das torgefährliche Trio

Spielmacher Ben Kölsch, der den TuS mit seinem Last-Minute-Treffer zum 30:30-Endstand bei Kellerkind Saarlouis vor einem Fehlstart ins neue Jahr bewahrte, dürfte noch gute Erinnerungen an das bislang letzte Aufeinandertreffen mit der HSG haben. Der 20-jährige erzielte neun Treffer und setzte seine Nebenleute immer wieder geschickt in Szene. Auch der Ausfall von Stammkeeper Michael Hoppe konnte kompensiert werden, weil Stellvertreter Simon Gabrys nach der Pause acht Bälle abwehrte.

Bei der HSG machte in der Partie ein torgefährliches Trio auf sich aufmerksam, das die Schwarz-Weißen trotz intensiver Videoanalyse im Vorfeld der Partie nie so richtig in den Griff bekamen: Julian Mangold und Sasa Puljizovic trafen je acht Mal, Kilian Kötz war fünf Mal erfolgreich. „Kastellaun ist eine sehr starke Mannschaft, die ein hohes Tempo geht und in Abwehr und Angriff gut besetzt ist. Ich bin sehr froh, dass Timo nach seiner Schulterverletzung langsam wieder zurückkommt. Er macht unsere Abwehr schneller und stärker und bringt sehr viel Energie auf die Platte“, betont Theo Megalooikonomou.

„Es wird ein schwieriges Spiel, in dem wir alles geben müssen, ganz besonders in der Abwehr“, stellt der Dansenberger Trainer sein Team auf ein hartes Stück Arbeit ein. Kastellaun ist mit zwei Siegen ins neue Jahr gestartet und musste sich seit Ende November nur Spitzenreiter TV Homburg geschlagen geben. In Robin von Lauppert, mit 19 Toren aktuell bester Rückrundenschütze beim TuS, verfügt der TuS am Kreis über einen formstarken Spieler, dessen Offensivdrang auch gegen die HSG gefordert sein wird.

x