kegeln RHEINPFALZ Plus Artikel Rheinhessen-Pfalz-Cup statt Ligaspiele

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Enttäuschung bei den Keglern und Keglerinnen der Deutschen Classic-Kegler-Union (DCU), weil der Saisonstart für die Zwölfer-Bundesliga am 5. und 6. September sowie für die Zweite Bundesliga am 12. und 13. September nicht stattfindet.

Mit ein Grund für die Verlegung in den Oktober sei, so der Vizepräsident Sport der DCU, Jörg Böckle: ,,Der Umgang mit der aktuellen Welle der Pandemie, Schließungen einzelner Landkreise in den Landesverbänden für Wettkampfsport, jedoch hauptursächlich die Tatsache, dass bisher weniger als die Hälfte der Mannschaften die Bestätigungen des Hygienekonzepts vorlegen konnten.“ Dem hat sich der Landesverband Rheinhessen/Pfalz angeschlossen.

Wettkampfatmosphäre schnuppern

Diese Lücke versucht der Verband nun, damit die Mannschaften während der unfreiwilligen Pause zumindest etwas Wettkampfatmosphäre schnuppern können, mit dem 1. Rheinhessen-Pfalz-Cup zu schließen. Dieser wird an den letzten drei Wochenenden im September in Gerolsheim, Sembach und Ludwigshafen ausgetragen. Gespielt wird mit Viererteams in vier Gruppen: Männer I (Regionalliga und höher), Männer II (unterhalb Regionalliga), Frauen (kombiniert) und Männer IV (Gemischt). Die Meinungen dazu sind überwiegend positiv. Für den Pressewart des Zweitbundesligisten SKC Mehlingen, Wolfgang Heß, war die Verschiebung des Saisonstarts in den letzten zwei Wochen vorhersehbar, nachdem Bayern und letzte Woche auch Hessen den Start in den Oktober gelegt hatten. Aufgrund der Pandemie-Entwicklung hält er den Start im Oktober noch nicht für sicher. Fraglich, ob die Mehlinger beim Cup starten. „Das haben wir noch nicht entschieden. Das werden wir innerhalb des Teams klären“, so Heß.

„Eine tolle Alternativlösung“

Lukas Lamnek, Pressewart der Kegelfreunde Sembach, findet es bitter, dass der Start verschoben wurde, weil weniger als 50 Prozent der Mannschaften die Bestätigung eines Hygienekonzepts eingereicht haben. ,,Wir werden die Pause als weitere Vorbereitungswochen mitnehmen, um uns auf unsere neue Bahn einzustellen.“ Die Kegelfreunde werden sich beim Cup beteiligen. „Das“, so Lamnek, „ist wirklich eine tolle Alternativlösung unseres Landesverbandes und sollte auch in Form einer aktiven Teilnahme Zustimmung finden.“

Die Frauen des Zweitbundesligisten Viktoria Miesau werden weiterhin trainieren, sagt die Sportwartin Monika Hirsch, „bis die Runde irgendwann vielleicht mal losgeht“. Bei den Frauen der SG Post Ludwigshafen/Kaiserslautern, die mit jeweils einer Mannschaft in der Zweiten Bundesliga und der Regionalliga präsent sind, war für Sportwartin Birgit Müller absehbar, dass die Runde zu einem späteren Zeitpunkt beginnt. „In der aktuellen Lage sind die Hygienekonzepte wichtige Voraussetzung dafür, dass überhaupt wieder gespielt werden kann. Es sollte im Interesse aller Kegler sein, dass diese vorliegen, um den Spielbetrieb sicher aufnehmen zu können.“ Für sie ist der Cup „eine Superidee“ und für alle Teams eine gute Vorbereitung auf die Runde.

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