Kaiserslautern
Rekordsommer sorgt nicht für Rekord-Besucherzahlen in den Freibädern des Kreises Kaiserslautern
Die Sommermonate werden immer heißer. Am meisten freuen sich darüber die Schwimmbad-Betreiber. Die RHEINPFALZ hat sich erkundigt, wie sich die Hitzeperioden auf die Besucheranzahlen auswirken. Nach einem durchgängig heißen Sommer im Vorjahr kam es in dieser Saison trotz Rekordtemperaturen jedoch zu einem spürbaren Rückgang in fast allen Freibädern im Landkreis Kaiserslautern.
Die liebste Freizeitbeschäftigung vieler Deutscher bei hohen Temperaturen versteht sich von selbst: Raus aus den Alltagskleidern, rein in die Badesachen und ab ins kühle Wasser. Damit wächst bei den Wasserratten die Zufriedenheit. Doch wie zufrieden sind die Leiter der umliegenden Freibäder mit den aktuellen Zahlen der Besucher?
Viele Freibäder verzeichnen in diesem Jahr überraschenderweise weniger Besucher. Die schwankende Temperaturen sollen dabei eine große Rolle gespielt haben. Der Badleiter des Freibads Rodenbach, Thomas Metzger, berichtet von rund 72.700 Besuchern; im Vorjahr lagen die Zahlen bei knapp 97.600. „Ein gutes Durchschnittsjahr“, betont er. Erklären könne man die geringeren Zahlen möglicherweise durch den versetzten Sommereintritt. Dennoch habe man schnell aufholen können.
Geöffnet hat das Freibad Rodenbach noch bis zum Sonntag, 15. September. Im Grunde sei man dabei flexibel, sofern die Temperaturen mitspielen. Schwierig sei es nämlich, das Wasser bei kühler werdende Temperaturen wieder aufzuheizen.
Knapp 4000 Besucher weniger als 2018 im Landstuhler Naturerlebnisbad
Das Problem der schwankenden und verspäteten hohen Temperaturen habe man auch im Naturerlebnisbad Landstuhl erlebt. Knapp 4000 Besucher habe das Bad im Vergleich zum Vorjahr verloren. Am stärksten würde man den Unterschied zum Vorjahr im Monat Mai sehen, berichtet der stellvertretende Fachbereichsleiter Simone Müller. Trotzdem empfand er dieses Jahr als „relativ gut“, besonders in der Hochsaison Juni.
Gleiches sei auch im Freibad Hochspeyer zu spüren gewesen. Mit nur rund 400 Besuchern im kühlen Mai entschloss sich das Freibad-Team, erst wieder bei wärmeren Temperaturen zu öffnen. Die schwankenden Temperaturen hätten sich enorm auf die Besucherzahlen ausgewirkt, betont Betriebsleiter Reiner Völker. Am Samstag, 14. September, kann das Freibad zum letzten Mal in diesem Jahr besucht werden.
Das Trippstadter Bad startete wegen der Sanierung verspätet in die Saison
Ebenso verspätet öffnete das Trippstadter Schwimmbad. Wegen Umbau und Renovierung hatte es im vergangenen Jahr komplett geschlossen. Bis zum Samstag, 7. September, rechnet das Schwimmbad-Team in diesem Jahr mit insgesamt rund 40.000 Besuchern.
Diese Zahl hat das Schwimmbad in Enkenbach-Alsenborn am vergangenen Mittwoch bereits erreicht. Im Vorjahr seien es zum Ende der Saison rund 57.000 Besucher gewesen, berichtet der stellvertretender Schwimmmeister Frank Stahl. „Durchschnittlich“ sei das Geschäft in diesem Jahr gelaufen. Zufrieden sei er aber trotzdem immer, betont er. Offiziell ist das Bad bis zum 15. September geöffnet. Wenn Wetter und Betriebsmittel mitspielen, könne aber auch verlängert werden.
Das Azur in Ramstein verzeichnet nur einen leichten Rückgang
Kein großer Unterschied zum Vorjahr wurde im Freizeitbad Azur in Ramstein verzeichnet. Knapp 82.200 Besucher in diesem Jahr stünden rund 87.000 vom Vorjahr gegenüber. Von einer „normalen Schwankung, mit Juni und Juli als stärkste Monate“, spricht Betriebsleiter Heiko Lenhardt. Das Azur ist wegen des zusätzlichen Hallenbads ganzjährig offen. Das Freibad schließt jedoch für die Grundreinigung am 9. September. Dies sei früher als in den vergangenen Jahren, aber notwendig, da das Bad rechtzeitig zu den Herbstferien wieder offen sein soll.
Das Waldwarmfreibad Miesau verabschiedet sich bereits am Freitag, 8. September, in die Winterpause. Mit vielen neuen Attraktionen und erfolgreichen Veranstaltung zählte das Bad rund 58.000 Gäste in den Sommermonaten.
Lediglich das Mehlinger Freibad hatte einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr
Eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr erlebte nur ein Freibad in Landkreis: Mehlingen hatte in diesem Sommer einen Zustrom von knapp 19.000 Besuchern, berichtet Badeleiter Adrian Thul zufrieden. Zum Teil profitierte Mehlingen wohl von den Renovierungen im Winnweilerer Freibad. Das unbeheizte Bad hatte am Sonntag bereits seinen letzten Öffnungstag.