Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Reiten: Bei den Miesauer Pferderennen holt Jockey Weißmeier drei Siege

Der Erfolgsreiter auf der Miesauer Rennbahn: Fabian Xaver Weißmeier. Das Bild zeigt ihn bei seinem Siegritt mit Anni Domani. Fot
Der Erfolgsreiter auf der Miesauer Rennbahn: Fabian Xaver Weißmeier. Das Bild zeigt ihn bei seinem Siegritt mit Anni Domani.

Trotz der Hitze in den letzten Tagen befand sich die Bahn beim Pferderennen in Miesau in einem optimalen Zustand. Das erklärten die Mitglieder der Jury am Sonntag bei der 61. Auflage dieser Traditionsveranstaltung, die wieder viele Zuschauer aus einem weiten Einzugsgebiet anlockte. Dabei gab es auch den höchsten Umsatz der letzten zehn Jahre am Wettbüro.

„Das Geläuf ist einwandfrei zu reiten“, lobte Jockey Fabian Xaver Weißmeier aus Sonsbeck, der noch vor wenigen Tagen beim bedeutendsten Galopprennen in Hamburg, dem Derby, am Start war. In der Westpfalz kam der Jockey mit seinen 62 Kilogramm am Sonntag zu drei Siegen. Überlegen gewann der Erfolgsreiter den Preis der Volksbank Glan-Münchweiler und der Firma Lutz-Bau mit der fünfjährigen Schimmelstute Sarayu, deren Eigentümer Horst Rudolph ist. Nach 2350 Metern hatte er einen Vorsprung von fast fünf Längen vor Giant“s Cauldron, einem achtjährigen Fuchswallach aus dem Hause Lehmann mit der Amazone Cordier im Sattel.

Sieg im ersten Rennen

Cordier konnte sich mit ihrem Pferd nach dieser langen Distanz im Zielbereich mit einer Kopflänge gegenüber dem sechsjährigen Wallach Eskalibur der Frauen Birk und Weis durchsetzen. Schon im Rennen davor, dem Preis der GHMT und der Karlsberg-Brauerei, hatte Fabian Xaver Weißmeier die Nase vorn. Im Sattel des erst dreijährigen Songo vom Stall Sternental in Köln holte er sich nach 2350 Meter diesen Sieg. Der Abstand von drei Längen kam auch für Besitzer Klaus Schöhler etwas überraschend. „Songo ist hier in Miesau sein erstes Rennen gelaufen und hat sich gleich den Sieg geholt“, freute sich Schöhler nach dem Zieleinlauf. „Dieses Rennen passte genau in unser Konzept, und wir haben mit dem Renntag in Miesau eine Landpartie verbunden“, fügte der stolze Besitzer an. Der Sieg war leicht und souverän, und der Reiter brauchte keine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Drei Längen dahinter kam der sechsjährige Fuchswallach Kashani mit dem Jockey Mela ins Ziel, der wiederum fast eine Länge vor dem fünfjährigen Wallach Nordtänzer über die Ziellinie ritt.

Seinen ersten Erfolg an diesem Tag hatte Weißmeier beim Preis der Copart und des Landkreises Kaiserslautern. Dabei führte er die vierjährige Stute Anni Domani sicher zum Sieg. Mehr als eine Länge betrug nach 1900 Metern der Vorsprung auf den vierjährigen Fuchswallach Situation mit der Amazone Giesgen. Deutlich abgeschlagen mit neun Längen kam der sechsjährige Wallach Soryu mit der Amazone Ehl ins Ziel. Damit konnte Weißmeier als erfolgreichster Tagesreiter die Prämie von 250 Euro einstreichen. Der Betrag von 150 Euro ging an Larissa Bieß, und für Tomasco Scardino gab es immerhin noch 50 Euro. Die Amazone Larissa Bieß holte sich locker und sicher den Sieg im Preis von Paletten-Götz, dem Autohaus Geimer und der Trainingsgemeinschaft Miesau.

Mit dem vierjährigen Wallach Kingdom of Heaven von Peterschmitt in Bollenbach bei Zweibrücken hatte sie nach 1400 Meter fast zwei Längen Vorsprung auf den siebenjährigen Wallach Dawn Prayer von Schleppi mit der Amazone Grigorieva. Diese beiden Reitpaare hatten das restliche Feld weit hinter sich gelassen.

Jockey Weber Erster mit Rezia

Der renommierte französische Stall Pereira war in Miesau mit der dreijährigen Stute Rezia vertreten. Sie wurde von Jockey Weber auf der 1900 Meter langen Bahn mit einer Länge zum Sieg geritten. Tomasco Scardino hatte mit der vierjährigen Stute La Vie Est Belle keine Chance und konnte sich nur um Halslänge gegenüber der Amazone Larissa Bieß mit dem vierjährigen Wallach Solid Gold durchsetzen.

Sichtlich zufrieden mit dem Renntag war der Vorsitzende Marcus Sauter vom ausrichtenden Reit- und Fahrverein Miesau. Dank seiner rund 60 Helferinnen und Helfer verlief dieser Renntag wieder reibungslos. „Es gab keine Zwischenfälle und spannende Rennen“, umschrieb Sauer diesen Tag. „Das Pferderennen ist eine Bereicherung für die Region“, resümierte Philip Pongratz. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Kaiserslautern hofft, dass dieses auch gesellschaftlich reizvolle Ereignis noch lange Bestand haben wird. Das Ansehen dieser Veranstaltung ist gestiegen, lobte Klaus Wilhelm, der Präsident des Südwestdeutschen Verbandes der Rennvereine.

Dies mache sich an der guten Besetzung und der guten Starterzahlen bemerkbar. Dank der Länge der Rennbahn mit 1400 Meter seien alle Wettbewerbe fair gelaufen und der Ausrichter könne stolz auf diese Rennveranstaltung sein. Damen mit Hut hatten an diesem Tag freien Eintritt, und so manche Gattin ersparte sich den Preis von sechs Euro. Die Wettsumme an diesem Tag lag bei 30.605 Euro und verzeichnete den höchsten Stand der letzten zehn Jahre.

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