Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Regionalliga: TuS Dansenberg empfängt den Tabellenzweiten aus Homburg

Kehrt am Samstag an seine alte Wirkungsstätte TuS Dansenberg zurück: Torwart Henning Huber (rechts), jetzt in Diensten des TV Ho
Kehrt am Samstag an seine alte Wirkungsstätte TuS Dansenberg zurück: Torwart Henning Huber (rechts), jetzt in Diensten des TV Homburg.

Im Verfolgerduell der Regionalliga Südwest empfängt der Tabellendritte TuS Dansenberg am Samstag (20 Uhr/Layenberger-Sporthalle) den Zweiten TV Homburg.

Kam die Mannschaft von Trainer Theo Megalooikonomou beim 31:27-Erfolg gegen die SF Budenheim trotz einer schwachen zweiten Halbzeit mit einem blauen Auge davon, setzte es beim Mittelfeldteam SG Saulheim und Schlusslicht TV Nieder-Olm zuletzt zwei bittere Niederlagen. Von der Leichtigkeit, mit der die Westpfälzer in den ersten Spielen von Sieg zu Sieg eilten, war unlängst nicht mehr viel zu spüren. Die 27:34-Niederlage in Saulheim wäre wohl in die Kategorie „Betriebsunfall“ gefallen, hätte sich der Abwärtstrend mit der 24:28-Pleite beim Tabellenletzten Nieder-Olm nicht gnadenlos zementiert.

Obwohl die Rheinhessen aus den ersten neun Spielen nur einen Sieg holen konnten, spielten sie ihren Rivalen phasenweise an die Wand. Die Schwarz-Weißen gerieten nach passablem Start ins Hintertreffen und liefen fortan vergeblich einem Rückstand hinterher. Unter dem Strich stand nicht nur eine verdiente Niederlage, sondern auch die verpasste Chance, den Druck auf Spitzenreiter HV Vallendar (19:1) und den TV Homburg (17:3 Punkte) zu erhöhen.

Den heißen Atem der Verfolger im Nacken

Dansenberg (14:6) liegt zwar weiterhin auf einem guten dritten Platz, spürt jedoch den heißen Atem der beiden punktgleichen Verfolger TV Offenbach und HSG Kastellaun/Simmern (je 12:8) im Nacken. Eine weitere Niederlage im Derby gegen den TV Homburg käme zur Unzeit. Obwohl die Saarpfälzer seit Ende September kein Spiel mehr verloren haben, ist auch beim selbst ernannten Aufstiegskandidaten längst nicht alles Gold, was glänzt. Der Tabellenzweite quälte sich beim 34:33 gegen die SG Saulheim zu einem glücklichen Sieg und schrammte eine Woche später beim 38:38 gegen Kellerkind HG Saarlouis II knapp an einer Niederlage vorbei. Der drohende Abwärtstrend konnte mit zwei Siegen in Folge zwar abgewendet werden, wirklich überzeugend war der jüngste Auftritt beim 22:21-Zittersieg gegen die SG Zweibrücken allerdings nicht.

Mit Torwart Henning Huber und dem ehemaligen Bundesligaspieler Robin Egelhof kehren am Samstag zwei ehemalige Dansenberger an ihre alte Wirkungsstätte zurück. „Ich bin mit dem bisherigen Abschneiden mehr als zufrieden, auch wenn nicht immer alles reibungslos verlief. Wir wollen in Dansenberg gewinnen, um weiter gute Chancen auf den Titel zu haben“, stellt TVH-Coach Pedro Vieira klar. „Im Angriff sind wir überragend“, betont der Trainer, dessen Team nach Spitzenreiter HV Vallendar bislang die meisten Treffer erzielt hat. In Jan-Philipp Valda (60), Ante Grbavac, Jose Resende (je 57) und Evaldo Almeida (54) verfügen die Saarländer gleich über vier Torgaranten. Der TuS Dansenberg ist also gut beraten, seinen Fokus im Saar-Pfalz-Derby mehr denn je auf eine gute Abwehrarbeit zu legen.

Gemeinsam abgestiegen

In der vergangenen Saison standen sich beide Teams noch eine Klasse höher gegenüber und stiegen am Ende gemeinsam ab. Während beim TuS Dansenberg mit dem Abstieg ein Wechsel der Grundwerte einherging und eine Klasse tiefer mehr denn je auf den eigenen Nachwuchs gesetzt wird, haben die finanzstarken Saarländer den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben.

Seinen ersten Drittligasieg der Vereinsgeschichte fuhr der TV Homburg im September 2023 ausgerechnet beim TuS Dansenberg ein. Auch das Rückspiel ging an den TVH, der mit 28:24 siegte.

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