Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel „Radelstar“ Michael Kunte macht unfreiwillig mehr Kilometer als geplant

Mit dem Anzug in der Tasche nach Ramstein geradelt: Michael Kunte.
Mit dem Anzug in der Tasche nach Ramstein geradelt: Michael Kunte.

Gut die Hälfte seiner Zeit als „Radelstar“ der 13. Stadtradeln-Aktion in Kaiserslautern hat Michael Kunte inzwischen bewältigt. Dabei ist zwar nicht alles exakt so gelaufen, wie das Mitglied der Grünen im Stadtrat sich das im Vorfeld ausgemalt hatte. Aber 420 Kilometer hatte er bis Montag immerhin schon geschafft, wenn auch mit Aktionen, die er vorher so nicht auf dem Schirm hatte.

Der Weg zur Arbeit in der Technischen Universität war problemlos zu bewältigen. Dass die Töchter in den Kindergarten beziehungsweise zur Grundschule zu Fuß gehen müssen, weil seine Ehefrau keinen Führersein hat, stand vorher ebenfalls fest. Aber ausgerechnet jetzt hat die Sparkasse nach Ramstein zu gleich drei Verwaltungsratssitzungen in Präsenz eingeladen: „Bisher war das immer online.“

Für den Radler bedeutete dies hin und zurück zusammen 40 Kilometer – und das gleich zweimal vergangene Woche. Er hatte seinen Anzug in die Fahrradtasche gepackt, dann ging’s auf dem Hinweg über den Vogelwoog und Weilerbach nach Ramstein, zurück über Landstuhl und Kindsbach. Das sei schon eine gewisse Herausforderung gewesen, verrät Kunte. Der Beginn war auf 9 Uhr festgesetzt: „Es macht aber trotzdem Spaß.“ Ein drittes Treffen steht noch am Freitag dieser Woche an.

Einkaufen mit dem Fahrrad sei auch anstrengender als mit dem Auto, aber dank der Fahrradtaschen machbar, ermutigt der „Radelstar“. Getränke hatte er aber schon vorher besorgt.

Mit Alltagsfahrten hat Kunte es nicht bewenden lassen. Zusammen mit Freunden und seiner Ehefrau, die bei den Lämmchesbergern und damit in einem anderen Team als er selbst radelt, ist er auch an den Wochenenden unterwegs gewesen. Über Waldleiningen ging es so einmal gemeinsam ins Elmsteiner Tal und von dort hinauf zur Kalmit „mit tollem Blick auf die Weinstraße“. Bei allerschönstem Sommerwetter war das Ehepaar auch mit den Kindern unterwegs. Das Ziel: natürlich der Gelterswoog und das Warmfreibad. „Das schaffen sie schon gut“, versichert der Vater.

Kunte erkennt mit Freude, dass viele Leute in diesem Jahr an der Aktion teilnehmen und wie Fahrradfahren in Kaiserslautern überhaupt im Aufschwung ist. Er hofft daher, dass die Stadt bereit ist, den Weg, den sie eingeschlagen habe, konsequent weiter zu gehen.

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