Kaiserslautern Punkten ist Pflicht

Im Keller-Duell der Ersten Basketball-Regionalliga Südwest trifft Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern am Sonntag (16.30 Uhr) in der Barbarossahalle auf seinen oberen Tabellennachbarn USC Heidelberg II. Der Rückstand auf den Vorletzten beträgt zwei Punkte.
Die Gäste reisen nach dem Überraschungscoup beim Tabellenvierten KIT SC Karlsruhe mit breiter Brust in die Westpfalz. Immerhin ist es den Neckarstädtern gelungen, das Team zu schlagen, gegen das die Roten Teufel eine Woche zuvor in eigener Halle noch mit 55:90 klar den Kürzeren gezogen hatten. „Das war eine starke Leistung vom USC, auch wenn der Sieg durch den Ausfall von Karlsruhes Elnis Prasovic begünstigt wurde“, erläutert Lauterns Sportlicher Leiter Jan Christmann. Beim 73:64 gegen die Badener war Topscorer Lasse Steinort (22 Punkte) mit sechs verwandelten Drei-Punkte-Würfen der überragende Mann auf dem Platz. Besser traf nur Mitspieler Constantin Schmitt (23). „Gegen die Zone von Heidelberg werden die Distanzwürfe wichtig sein. Defensiv müssen wir so spielen, wie wir das 37 Minuten lang in Speyer getan haben“, fordert FCK-Trainer Theo Tarver, der nach sieben Niederlagen in Folge seinen ersten Sieg als Headcoach herbeisehnt. Einen überdurchschnittlich guten Distanzschützen sucht man bei den Roten Teufeln nach den Abgängen von Cedric Thomas (USA) und Routinier Mirko Damjanovic (Karriereende) vergebens. Es gibt zwar zahlreiche Spieler, die über einen guten Wurf von außen verfügen, aber keinen einzigen, der ein enges Spiel zur Not auch mal im Alleingang entscheiden kann. „Im bisherigen Saisonverlauf waren es oft die Profispieler des Gegners, die den Unterschied gemacht haben“, weiß Christmann, dem aus finanziellen Gründen jeglicher Handlungsspielraum fehlt, um den Kader zu verstärken. Dass mit Genc Sefaja der bislang beste Dreierschütze auszufallen droht, macht die Aufgabe gegen den abwehrstarken USC nicht leichter. Heidelberg ließ im Schnitt bislang nur 65,8 Punkte pro Spiel zu und stellt somit die beste Abwehr der Liga. Selbst der unbesiegte Spitzenreiter aus Schwenningen ist hinten anfälliger. Allerdings stellt der USC gleichzeitig die mit Abstand schwächste Offensive und steckt deshalb im unteren Tabellendrittel fest. „Es ist ein absolutes Schlüsselspiel, da müssen wir nicht versuchen, die Bedeutung herunterzuspielen. Durch einen Sieg haben wir wieder Anschluss an die vor uns platzierten Teams. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung der Zuschauer“, setzt Christmann auf die Fans als sechsten Mann. Das Spiel gegen Heidelberg bildet den Auftakt zu einer Heimspielserie. Da mit Schwenningen (4. 12.) und Koblenz (11. 12.) noch zwei absolute Schwergewichte der Liga dieses Jahr ihre Visitenkarte in der Westpfalz abgeben, ist ein Sieg im Keller-Duell aus Sicht der Lauterer Pflicht, wenn der Kontakt zum unteren Mittelfeld nicht vorzeitig abreißen soll. |red