Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Pirmasenser im FCK-Dress kann dem FKP ein Bein stellen

Oskar Prokopchuk (links), hier mit Maximilian Riehmer vom SV Morlautern, freut sich bereits auf seine Premiere im Fritz-Walter-S
Oskar Prokopchuk (links), hier mit Maximilian Riehmer vom SV Morlautern, freut sich bereits auf seine Premiere im Fritz-Walter-Stadion am Samstag im finalen Duell der FCK-U21 um Platz zwei in der Oberliga gegen Pirmasens.

Das Endspiel um Platz zwei in der Oberliga zwischen dem FCK II und dem FK Pirmasens ist für FCK-Stürmer Oskar Prokopchuk eine ganz besondere Partie.

Oskar Prokopchuk strahlte schon vor zwei Wochen nach dem 3:1-Sieg der U21 des 1. FC Kaiserslautern gegen Arminia Ludwigshafen über das ganze Gesicht. Nicht nur wegen seiner beiden Tore, die er in der Partie erzielt hatte. Sondern auch, weil damit klar war – egal wie das Spiel seines Teams bei Wormatia Worms ausgehen würde –, dass es nun das Endspiel um Platz zwei am allerletzten Oberligaspieltag gegen den FK Pirmasens geben würde. „Sensationell“, sagte der 20-jährige Stürmer dazu.

Am Samstag (15.30 Uhr) ist es nun so weit. Im Fritz-Walter-Stadion steigt das finale Duell, das darüber entscheidet, welches der beiden Teams als Tabellenzweiter zwei Aufstiegsspiele für die Regionalliga machen darf. „Leider“, so Prokopchuk, „ist ja der FKP nach unserem 1:1 in Worms nun einen Punkt vor uns. Das heißt, dass wir gewinnen müssen, um vorbeizuziehen.“ Etwas, was in dieser Saison schon einmal glückte. Im Hinspiel, als der FCK II mit 3:0 vor 3500 Zuschauern gewann – die bislang einzige Saisonniederlage des FKP.

119 Tore

Entsprechend erwartet Prokopchuk auf der anderen Seite nicht unbedingt, „dass Pirmasens voll auf Offensive setzt. Die können sehr gut verteidigen. Das werden sie sicher auch am Samstag gegen uns machen wollen, um den einen Punkt, den sie noch brauchen, über die Zeit zu bringen“. Wogegen er und seine FCK-Kollegen, die mit bislang 119 Saisontreffern die beste Offensive der Oberliga stellen, naturgemäß etwas haben.

Für den gebürtigen Pirmasenser Prokopchuk, der selbst auf bislang 16 Saisontore kommt und nach wie vor in Pirmasens wohnt, ist das Spiel gegen den FKP etwas Besonderes? Oder doch nicht? Beides, wie er sagt: „Besonders schon, weil ich aus Pirmasens komme und auch noch da wohne. Auf der anderen Seite hatte ich nie viel mit dem FK Pirmasens zu tun, weil ich da nie gespielt habe.“

Schwimmen und Taekwondo

Gekickt hat er nämlich zunächst bei der SG Rieschweiler, „weil da alle meine Freunde gespielt haben. Da waren wir meist in einer Liga mit dem FKP, haben auch öfter mal gegen die gewonnen. So hat es für mich eigentlich keinen Sinn gemacht, zum FKP zu wechseln“. Zu der Zeit war er auch als Sportler im Schwimmen und im Taekwondo unterwegs. „Das habe ich aus Zeitgründen aufgegeben, als ich zum FCK gegangen bin“, berichtet Prokopchuk. Das war 2018.

Er ist im Übrigen nicht der einzige FCK-Spieler, der aus Pirmasens kommt oder eine FKP-Vergangenheit hat. Auch der 20-jährige Louis Keßler aus Ludwigswinkel, derzeit verletzt, spielte beim FKP in der Jugend. Ebenfalls aus Pirmasens kommt Lucas Leibrock (20), der nach zwei Jahren Verletzungspause seit der Rückrunde wieder zum FCK-Kader gehört. Und schließlich spielte auch der Bundenthaler Robin Muth (24), der wegen Krankheit auch am Samstag nicht dabei sein kann, einst beim FKP.

Vorfreude aufs Stadion

Das Stöbern im RHEINPFALZ-Fotoarchiv bringt übrigens auch ein Bild von Prokopchuk zutage, das ihn in einer ganz anderen Sportart zeigt: als Leichtathlet beim Weitsprung. Das war 2017 bei den Schulwettkämpfen für „Jugend trainiert für Olympia“, wo er für das Hugo-Ball-Gymnasium in Pirmasens am Start war. Ziemlich gut, wie dem Bildtext zu entnehmen ist. Prokopchuk muss lachen, als er darauf angesprochen wird: „Da durften immer die Sportlichsten von der Schule mitmachen. Ich war zwar kein Leichtathlet, aber es hat schon ganz gut geklappt.“

Das ist mittlerweile lange her, der Fokus liegt nun ganz auf dem Jetzt und dem Spiel gegen Pirmasens. Etwas wird dabei für Prokopchuk dann doch etwas ganz Besonderes sein: „Ich freue mich riesig darauf, im Stadion zu spielen“, sagt er. „Dort habe ich noch nie gespielt, es wird also das erste Mal für mich sein. Darauf freue ich mich ganz besonders.“ Und wer weiß: Vielleicht gelingt es ja dem Pirmasenser Prokopchuk, vor großer Kulisse – der FCK rechnet mit bis zu 4000 Zuschauern – und im großen Fritz-Walter-Stadion gemeinsam mit seinen U21-Teamkollegen, dem FKP ein Bein zu stellen.

INFO

Für den Heim- und Gastbereich gibt es noch Tickets. Die Tageskassen an der Südtribüne und im Nordosten öffnen ab 14 Uhr. Print@home-Tickets sind nur in ausgedruckter Form gültig. Wenn das Print@home-Ticket auf einem Smartphone vorgezeigt wird, kann dies von den Scannern nicht erfasst werden und es ist kein Zutritt zum Stadion möglich. Für die FCK-Fans werden auf der Westtribüne die Blöcke 7.1 bis 10.1 geöffnet. Der Einlass erfolgt über das Horst-Eckel-Tor. Für die Gästefans wird der Block 18.1 auf der Osttribüne geöffnet , der Einlass erfolgt über das Werner-Liebrich-Tor. Die Parkplätze am Stadion sind ab 13.30 Uhr geöffnet. Das Parken auf den Parkplätzen West 1, Süd 1 und Süd 2 ist für FCK-Fans am Spieltag kostenfrei. Rollstuhlfahrern werden Plätze auf Parkplatz Süd 1 reserviert. Gastfans steht der Parkplatz Ost zur Verfügung.

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