American Football RHEINPFALZ Plus Artikel Pikes spazieren durch die Play-offs

Rechts und links gehen die Gegner zu Boden: Garrett Heidrich von den Pikes marschiert unbekümmert durch die Reihen, Christopher
Rechts und links gehen die Gegner zu Boden: Garrett Heidrich von den Pikes marschiert unbekümmert durch die Reihen, Christopher Zerfass (links) kann ihn nicht aufhalten, und Dominik May beißt ins Gras.

Noch wurde der passende Gegner für die Kaiserslautern Pikes in dieser Saison nicht gebacken. Faktisch konkurrenzlos, fahren die Hechte Sieg um Sieg ein. Auch gegen die Bad Kreuznach Thunderbirds am Samstag gelang ihnen ein Sieg, der wirkte wie ein Spaziergang.

40:0 gewannen die Pikes im Schulzentrum Süd. Es war der siebte Sieg in Serie. Zum dritten Mal ließen die Barbarossastädter nicht einen Punkt für die Gegner zu. Eigentlich geht es in den Play-offs, wie diesmal im Halbfinale um die Oberliga-Meisterschaft, eng zu. Insbesondere, weil mit den Bad Kreuznach Thunderbirds, Kassel Titans und eben den Pikes noch drei Mannschaften dabei sind, die bislang fast ausschließlich klare Siege eingefahren haben. Crunch-Time nennen es die Liebhaber des American Footballs, wenn es ganz heiß hergeht. Doch zwischen Burger, Hotdog und Co im Schulzentrum Süd wollte nicht so recht Spannung aufkommen, weil die Pikes den Gegner nicht zur Entfaltung kommen ließen und sich zu keiner Zeit beirren ließen.

Selbst die bislang starke Defense-Leistung Bad Kreuznachs, das in den bisherigen sechs Saisonspielen im Schnitt nur sieben Punkte zuließ, was einem Touchdown samt Extra-Punkt für den Gegner entspricht, schockte die Pikes nicht. Sie fügten den bislang in sechs Saisonspielen erwirkten 42 Punkten der Mannschaften aus Bürrstadt, Offenbach und Neuwied gleich 40 Punkte hinzu.

„Bärenstarke Defensive“

„Wir haben das Beste draus gemacht“, sagt Kai Lehmann, Headcoach der Kaiserslautern Pikes, der auf den ein oder anderen Spieler verzichten musste, und hob insbesondere die Leistung der Defensivabteilung hervor. „Es war eine bärenstarke Leistung der Defense“, erklärt Lehmann, der Sand im Getriebe bei der Angriffsreihe sah. „Die Defense hat extrem viel Druck auf den Quarterback ausgeübt. Wenn ein Pass ankam, wurde das Tackle direkt gesetzt. Wir haben nicht viel Möglichkeiten gelassen, Raumgewinn zu machen“, hebt der Headcoach der Hechte hervor.

Der erste Touchdown gegen die Mannschaft aus dem Salinental gelang Xavier Jones, Yannick Rick legte nach. Garett Heidrich gelang der dritte Touchdown. Die ersten drei Touchdowns wurden alle durch einen Pass von Quarterback Lars Heidrich vorbereitet, der später durch den Nachwuchs-Spielmacher Julius Seipenbusch ersetzt wurde. „Wir haben ihn nach dem dritten Touchdown ein bisschen geschont“, erklärt Lehmann zur Auswechslung von Quarterback Heidrich.

Auch für seinen Dauerbrenner Xavier Jones hatte Lehmann lobende Worte. „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobt Lehmann einen seiner Schlüsselspieler. Auch den Touchdown von Björn Rahm, es war sein erster in dieser Saison, hob der Pikes-Headcoach lobend hervor. Denis Folz erhöhte noch mit einem Lauf in die Endzone.

So geht es weiter

„Wir wollen im Finale richtig Gas geben. Da wollen wir als Sieger vom Platz gehen“, blickt Lehmann schon in Richtung Oberliga-Meisterschaft und die damit verbundene Rückkehr der Pikes in die Regionalliga. Nur noch ein Spiel muss die Siegesserie halten, damit die Pikes die Perfect-Season, eine Spielrunde, in der alle Partien gewonnen werden, endgültig abrunden. Dass die Pikes als Favorit und mit breiter Brust ins Endspiel gehen werden (kommendes Wochenende reisen sie zum Gewinner des zweiten Halbfinals, den Kassel Titans, die die Saarland Hurricanes II mit 37:34 besiegt haben), davon ist auszugehen. Besonders wenn man sieht, wie sie sich aus brenzligen Spielsituationen befreien und vor allen Dingen, wie deutlich sie das Halbfinale der Play-offs gewinnen konnten.

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