Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Pianist Georg Lefkidis und Sopranistin Antonietta Jana mit „Spanischen Klängen“ im Audimax

Beeindruckten das Publikum mit Können und Emotionalität: Pianist Georg Lefkidis und Sopranistin Antonietta Jana.
Beeindruckten das Publikum mit Können und Emotionalität: Pianist Georg Lefkidis und Sopranistin Antonietta Jana.

Die schönen Künste haben in der Einrichtung „CampusKultur“ der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) ihren Platz. Am Sonntag gestalteten Sopranistin Antonietta Jana und Georg Lefkidis am Flügel unter dem Titel „Spanische Klänge“ einen musikalischen Nachmittag im Audimax.

Eingeleitet wurde das Konzert mit „Granada“, dem ersten Part der „Suite Española op. 47“ des Komponisten Isaac Albéniz. Dieser hatte darin eine musikalische Hommage an berühmte Regionen und Städte seines spanischen Heimatlandes erschaffen. Sie gab einen ersten Eindruck vom interpretatorischen Können des Pianisten Lefkidis – und der war hervorragend.

Die Präzision der ostinaten Figuren der linken Hand, die Ausführung der komplexen Melodik, nicht zuletzt die der Komposition innewohnende und hier vom Ausführenden perfekt wiedergegebene, hohe Emotionalität des Stücks ließen erstaunen. Drei weitere Teile der Suite, darunter als Letztes das bemerkenswert kraftvolle, voluminöse „Castilla“, beschlossen wenig später den Reigen dieser Partie.

Starke Emotion, angenehm großer Ausdruck

Sängerin Antonietta Jana brillierte mit der Ausführung der „Siete Canciones Populares Españolas“ von Manuel de Falla. In jenen Liedern geht es meist um starke Gefühle, um heiße Liebe und brennende Rachegedanken. Entsprechend interpretierte Jana die Titel vokal mit starker Emotion und angenehmem großen Ausdruck.

In allen Bereichen noch eine Stufe höher und intensiver gelangte Jana dann mit ihrem Vortrag einer Liedauswahl aus den „Cinco Canciones Negras“ von Xavier Montsalvatge. Dieser forderte als jüngster und modernster Komponist im Rahmen des Konzerts auch die mit am schwierigsten zu interpretierenden Kompositionen – jene mit einer Melange aus ursprünglicher, traditioneller spanischer Musik, vertrackter Polyphonie und komplizierten rhythmischen Figuren.

Von Spanien nach Armenien und Griechenland

Weder Jana noch Lefkidis hatten damit auch nur die geringsten Probleme. Beide zeigten in der Endphase des Konzerts, in der es musikalische Ausflüge von Spanien in die armenische und griechische Kulturwelt unternahm, was noch an Qualität und Kraft in ihnen steckt. Und das war ausnehmend viel: Lefkidis beeindruckte in Aram Khatchaturians „Toccata“, dessen perkussive Rhythmen, wuchtige Akkorde und rasende Läufe er mit Leichtigkeit meisterte. Antonietta Jana brillierte noch einmal mit einer Auswahl aus einem größeren Kompendium, den vom griechischen Komponisten Yiannis Konstantinidis er- und bearbeiteten Fundus „20 Lieder des griechischen Volkes“. Hier zeigte sie sich als Meisterin der Expression erneut als Sprachexpertin, welcher die geheimnisvollen griechischen Texte mühelos gelangen.

Dieses Konzert war in sich stimmig und beeindruckte. Als Zugabe gab es eine Scarlatti-Komposition und ein venezuelanisches Weihnachtslied.

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