Kaiserslautern
Pferderennen in Miesau – Zocken erwünscht!
Am Sonntag, 4. August, findet auf der Pferderennbahn an der Schanzer Mühle das 61. Pferderennen mit internationaler Beteiligung statt. Veranstalter auf eigenem Geläuf ist der Reit- und Fahrverein Miesau. Um 14 Uhr startet die Glocke das erste der insgesamt acht Galopprennen. Die weiteren folgen im 30-Minuten-Takt.
Mit Gerald Geisler und Manfred Weber aus Baden-Baden, Elisabeth Storp aus Niedersachsen und Sarah Weis aus Köln sowie dem höchst erfolgreichen Besitzertrainer Horst Rudolf, Mannheim, haben renommierte Trainer ihre Pferde gemeldet. Erstmals bringt der an dritter Stelle der Trainerstatistik in Frankreich stehende und mit 50 diesjährigen Siegen international bekannte Trainer Pantal seine Pferde nach Miesau.
„Das ist aus Miesauer Sicht höchst erfreulich, denn es gibt nicht nur viel weniger Rennpferde im Südwesten als noch vor fünf Jahren, es fehlt auch am Jockeynachwuchs – und dies nicht nur bei den kleinen Veranstaltern“, wertet Traudel Grinda, Geschäftsführerin beim Reit- und Fahrverein Miesau, das Melden der Franzosen als ausgesprochen positiv. Beim Renntag am Sonntag werden auch den Miesauer Vereinsmitgliedern Birgit Marschall, Martin Bach sowie Jessica Lehmann gute Chancen eingeräumt, die drei Pferde an den Start bringt.
Die weiteste Anfahrt hat ein Österreicher
Beim Renntag am Sonntag werden auch den Miesauer Vereinsmitgliedern Birgit Marschall, Martin Bach sowie Jessica Lehmann gute Chancen eingeräumt, die drei Pferde an den Start bringt. Höhepunkte des Miesauer Renntages, der unter der Schirmherrschaft von Verbandsbürgermeister Erik Emich steht, sind zwei Ausgleich-IV-Rennen über 1900 und 2350 Meter, wobei letzteres als Wertungslauf für das Wettstar Turf-Championat Südwest zählt.
Der Wertungslauf zum Junior-Cup Südwest – ein Jugendförderpreis – wird ebenso wenig fehlen wie ein Pony- und Reitpferderennen, für das in diesem Jahr wieder Reiter aus Krefeld Oberwesel und Wesel gemeldet haben. Die weiteste Anfahrt zum Turnier hat ein Reiter aus Österreich, der bereits zum zweiten Mal in Miesau startet.
Der Reit- und Fahrverein Miesau kann sich mit seinen Geldpreisen bei weitem nicht mit anderen Veranstaltern messen. Trainer und Jockeys, die am Sonntag ihre Pferde an den Start bringen, wissen allerdings die pferdefreundliche Beschaffenheit des Miesauer Geläufs zu schätzen, das seit der Erweiterung vor 16 Jahren ständig verbessert wurde. Die bekannte familiäre Atmosphäre in einem ansprechend gestalteten Umfeld mit Tribünen, Bier- und blumengeschmückten Kaffeegärten lockt seit Jahren die Zuschauer in Scharen zum Renntag.
Zweitlängste Bahn in Südwestdeutschland
Mit ihren 1400 Metern ist die Miesauer Bahn die zweitlängste in Südwestdeutschland. Hitzebedingt sind die Verantwortlichen des Reit- und Fahrvereins Miesau in diesem Jahr vor besonders große Herausforderungen gestellt, müssen doch bereits seit Wochen täglich Hunderte Kubikmeter Wasser gefahren werden, um auf dem Geläuf optimale Bedingungen zu schaffen. Vorsitzender Marcus Sauter, erst seit wenigen Monaten im Amt, kann sich glücklich schätzen, dass sein Vorgänger Georg Mayer – selbst ein erfahrener Vollblutzüchter und Trainer – mit seinem Sohn Jürgen und weiteren treuen Helfern diese wichtige und zeitintensive Aufgabe übernommen hat.
Für Spannung und Nervenkitzel sorgt der Totalisator, an dem Wettfreunde mit einem Mindesteinsatz von 50 Cent auf ihre Favoriten setzen können. Zum Schluss können aus Pechvögeln, die auf das falsche Pferd gesetzt haben, in einer Wettscheintombola doch noch Glückspilze werden. Sie können Reisegutscheine gewinnen. Nunmehr bereits zum fünften Mal gewährt der Reit- und Fahrverein Miesau Damen mit Hut freien Eintritt. Der schönste Hut wird übrigens von einer Jury prämiert.