Kaiserslautern Pferd älter als die Reiterin

Mit dem Turnier in Queidersbach geht die Freiluftsaison im Reitsport in der Region zu Ende. Bei herrlichem Herbstwetter boten die Akteure nochmals spannenden Reitsport auf der zwischen Wald und Wiesen gelegenen Anlage am „Falkenstein“. Die Verantwortlichen des Reit- und Fahrvereins waren zufrieden, sowohl mit den Teilnehmerzahlen als auch mit den Ergebnissen.
Die Springprüfung der Klasse M war schon nach der Qualifikation entschieden. Ingo Moser aus Wolfstein blieb mit seinem 13-jährigen Schimmel-Wallach Ataro auf der Strecke über zehn Hindernisse mit zwölf Sprüngen als einziger Teilnehmer fehlerfrei. Damit siegte der 50-jährige Pferdewirtschaftsmeister des Reitvereins (RV) Rodalbtal nicht ganz überraschend. Mit einem Abwurf kam Christoph Weisbordt vom Reit- und Fahrverein (RFV) Limbach mit Euro Fighter auf Platz zwei und hatte dabei einen Vorsprung von 5,84 Sekunden auf Steffen Schmalenberger aus Trippstadt von der Reitsportgemeinschaft (RSG) Barbarossa Kaiserslautern mit dem selbst gezogenen sechsjährigen Zweibrücker Wallach Nicaro. Hauchdünn war die Entscheidung in der Springprüfung der Klasse L mit Idealzeit. Dort konnte sich Erich Schmalenberger aus Trippstadt von der RSG Barbarossa Kaiserslautern mit dem aus dem eigenen Stall stammenden siebenjährigen Zweibrücker Wallach Ebby als Sieger feiern lassen vor Tobias Helfert vom Pferdesportverein (PSV) Bernkastel-Kues mit Wanja. Nur unwesentlich an der Idealzeit vorbei ritten Ingo Moser mit Ataro und Steffen Schmalenberger mit Nicaro. Sieben Reiterpaare schafften die volle Punktzahl in der Punktespringprüfung der Klasse L. Damit musste die Zeit über Sieg und Platzierung entscheiden. Schnell vom ersten Meter an war die 48-jährige Simone Krahl aus Krottelbach vom RFV Brücken zwischen den Hindernissen unterwegs. Dabei wählte sie stets die enge Linie. Das machte sich bezahlt. Sie gewann mit der elfjährigen Württemberger Fuchs-Stute Souplesse la Folle bei einem Vorsprung von 1,55 Sekunden vor Bianca Fath vom RSV Höheischweiler mit Castellano und Christoph Weisbrodt vom RFV Limbach mit Euro Fighter. Die nächsten Plätze gingen an Starter der RSG Barbarossa Kaiserslautern: Steffen Schmalenberger mit Nicaro, Ralph Jung mit Calypso und Elmar Wilz mit Estella vor Matthias Schneider vom Fahrsportverein Kaiserslautern-Land mit Cassedy. Nur wenige Pferde scheiterten in der Punktespringprüfung der Klasse A mit zwei Sternen an den vorgegebenen Sprunghöhen. Dennoch gewann Rüdiger Schmitt von der RSG Barbarossa mit dem elfjährigen Wallach Lumos recht deutlich mit einem Vorsprung von 4,57 Sekunden vor seinem Mannschaftskollegen Elmar Wilz aus Kirchheimbolanden mit Landino. Nur 21 Hundertstelsekunden dahinter holte sich Erich Schmalenberger mit Ebby den dritten Platz. Matthias Schneider vom FSV Kaiserslautern-Land war es dann auch, der mit Genua die Springpferdeprüfung der Klasse A mit zwei Sternen gewann vor Elmar Wilz von der RSG Barbarossa mit Landino. Luisa Moser aus Wolfstein vom Reitverein (RV) Rodalbtal holte sich mit Pascadeur nicht nur den Sieg in der Dressurprüfung der Klasse L mit Kandare, sondern auch den Erfolg mit der Trense. In beiden Wettbewerben siegte sie vor Anna Benkert vom RV Neunkirchen mit Rockoko. In der Prüfung mit Kandare ging der dritte Rang an Nina Keller vom RSV Fröhnerhof mit Crocodile Dundee. In der Dressurprüfung der Klasse A holte sich Luisa Moser mit Quite Cantus und Venezia die Plätze zwei und drei. Auch der Nachwuchs konnte in Queidersbach punkten. Beispielsweise Leonie Bischoff vom RFV Miesau. Mit der siebenjährigen Stute Carina gewann sie den Stilspringwettbewerb. Michelle Maxine Mann von der RSG Barbarossa Kaiserslautern wurde mit Candoro Sechste. Die erst zwölfjährige Marlay Demmerle vom RFV Alsenborn gewann mit dem 17-jährigen Pony-Wallach Gismo die Dressurprüfung der Klasse A vor Ellen Leis vom RFV Miesau mit dem Trakehner Hazel. Grund zu feiern hatten nicht nur die Reiter. Auch der Reit- und Fahrverein Queidersbach bekam Glückwünsche von zahlreichen Gratulanten, die ihm für die Ausrichtung seines 40. Turniers dankten. (llw)