Kaiserslautern Pfalztheater erhöht Eintrittspreise und vereinfacht Abo-Modelle
Im Vergleich zu den umliegenden Bühnenhäusern in Mainz, Trier, Saarbrücken, Heidelberg und Koblenz seien die Theaterkarten auch weiterhin „vergleichsweise relativ günstig“, sagte die künftige kaufmännische Direktorin Marlies Kink. Gemeinsam mit der Betriebsleiterin Simone Grub und dem künstlerischen Direktor Johannes Beckmann bildet sie ab Beginn der Saison 2023/24 das neue Führungstrio. Zum Auftakt der nächsten Spielzeit soll auch die große Bühne wieder zur Verfügung stehen. Zurzeit laufen dort umfangreiche Sanierungsarbeiten, die nach dem Wasserschaden im vergangenen Dezember notwendig geworden sind.
Vor dem Kulturausschuss erläuterte Marlies Kink die „Neukonzeption des seit 2016/17 geltenden Preissystems“. Angestrebt werde „eine Vereinfachung der Struktur“. Demnach soll die Anhebung „den allgemeinen Preissteigerungen und der Inflation (…) Rechnung tragen“. Durch neue Rabatte hofft man, den Theaterbesuch auch für niedrige Einkommensgruppen erschwinglich zu machen. Laut Beschlussvorlage soll „durch verschiedene Ermäßigungsmodelle der Zugang für alle Menschen und Bevölkerungsgruppen ermöglicht werden“ – von Kink in klareren Worten so formuliert: „Alle, die ins Theater gehen möchten, sollen auch ins Theater gehen können.“
Sonderermäßigungen und Abos
Zu den künftigen Sonderermäßigungen gehört ein Einheitspreis fürs „Theater am Mittwoch“, eine Familienkarte soll die bisherige Familienvorstellung ablösen. Neu ist die „Theater-Card“, die für eine komplette Spielzeit vorab gelöst wird und einen 50-Prozent-Abschlag für jede Vorstellung vorsieht.
Bei den Abonnements werden bereits geltende Regelungen mit neuen kombiniert. Laut Verwaltung bringt dies „flexible Varianten“ und eine „Vereinfachung des Gesamtangebots“. Allerdings machen „die inhaltliche Veränderung und die strukturelle Umgestaltung eine Neukalkulation notwendig“, so das Direktorium. Unter anderem wird es Premieren-, Sparten- und Wochentags-Abos geben, ebenso das vom Förderverein der Freunde des Pfalztheaters unterstützte Jugend-Abo. Die „After Work“-Vorstellungen finden künftig bereits ab 18 Uhr statt. Tickets für Premieren sind in Zukunft etwas teurer als für Repertoireabende.
Kombiticket für Theater und ÖPNV
Wichtigste Neuerung ist die Kombination der Theaterkarten mit Bus- und Bahnbilletts. „Der Fahr- wird in den Eintrittspreis integriert“, so Marlies Kink. Der Bezirksverband, in dessen Trägerschaft das Theater steht, will seinen Gästen mit der ÖPNV-Anbindung „eine klimafreundliche Anreise ermöglichen“.
Fazit des Bezirksverband: „Ziel ist es, die Zahl der Abonnenten weiter zu erhöhen und durch ein diversifiziertes Angebot Menschen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen anzuregen, ein Abo abzuschließen“.
Info
Die neuen Abo- und Eintrittspreise des Pfalztheaters treten zu Beginn der kommenden Spielzeit in Kraft. Infos zu den aktuellen Tarifen auf der Internetseite www.pfalztheater.de.