Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Pavel Anticona-Cabaliero spielt am Pfalztheater die erste Geige

Liebt den Wald: Pavel Anticona-Cabaliero.
Liebt den Wald: Pavel Anticona-Cabaliero.

Früh übt sich, was ein Meister werden will: Pavel Anticona-Cabaliero, als einer der ersten Geiger neu im Pfalztheater-Orchester, erlernte das Spiel auf der Violine schon ab seinem fünften Lebensjahr – ermutigt von seinen Eltern, die zwar selbst weniger musikalisch waren, den Wert einer guten musischen Ausbildung aber zu schätzen wussten. Davon profitierte nicht nur er selbst: Auch zwei Geschwister Anticona-Cabalieros sind inzwischen in der klassischen Musikwelt recht bekannt.

Ein Hauch von Internationalität umweht den jungen Musiker. Geboren wurde er in Chisinau, der Hauptstadt Moldawiens, seine Muttersprache ist Russisch, den spanischen Namen hat er von seinem peruanischen Vater, der einst im Rahmen eines Austauschprogramms ins Land kam.

Nach seiner erfolgreich abgeschlossenen akademischen Ausbildung an der Musikhochschule seiner Heimatstadt arbeitete er als freiberuflicher Musiker. So ist er beispielsweise auch mehrfach auf YouTube zu sehen, wo er als Mitglied des Deutschen Retro Orchesters deutschsprachige Evergreen-Ohrwürmer wie „Bel Ami“ mitintoniert. Nach Deutschland und in die Pfalz kam Pavel Anticona-Cabaliero schließlich durch seine aus Kaiserslautern stammende Frau.

Eine zweite Heimat

Am Pfalztheater war der Violinist schon seit 2018 als Gastmusiker engagiert; nun hat er hier eine Festanstellung erhalten. Vom Orchester und seinem hohen Niveau zeigt sich Pavel Anticona-Cabaliero ebenso begeistert wie von der herrschenden Kollegialität und von der guten Atmosphäre vor Ort. „Ich freue mich immer auf die Proben und die Vorstellungen“, bekennt er. Und das fließend auf Deutsch, das er inzwischen hervorragend beherrscht.

Auch Kaiserslautern an sich gefällt ihm: „Ich mag die Stadt sehr“, sagt der Musiker, der sich in seiner Freizeit gern sportlich betätigt. Es gebe hier viel zu erkunden, insbesondere den Pfälzerwald. Der hat es ihm, wie den meisten „Neuen“ am Pfalztheater bisher, besonders angetan. Mittlerweile empfinde er die Stadt sogar als so etwas wie seine zweite Heimat – ein schönes Kompliment für einen Künstler mit internationalem Hintergrund.

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