Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Obst- und Gartenbauverein Dansenberg verarbeitet Äpfel zu Saft

Kennt die unterschiedlichen alten Obstsorten: Uta Mayr-Falkenberg.
Kennt die unterschiedlichen alten Obstsorten: Uta Mayr-Falkenberg.

Der Weg in die Kelterei nach Heltersberg war dem Obst- und Gartenbauverein Dansenberg und seiner Vorsitzenden Uta Mayr-Falkenberg in diesem Jahr nicht möglich. Coronabedingt blieb die Kelterei geschlossen. Doch auf den beliebten Apfelsaft aus den Früchten ihrer Obstwiese mussten die Mitglieder des Vereins nicht verzichten.

„Die Ernte konnte sich sehen lassen. Unsere Äpfel haben wir in den Fruchtsaftbetrieb Lösch nach Ramstein gebracht“, blickt Vorsitzende Uta Mayr-Falkenberg auf die Tage zurück, in denen Mitglieder eifrig halfen, Äpfel zu pflücken. Auf die alten Apfelsorten der Obstwiese ist sie besonders stolz. Rheinischer Bohnapfel, Weinröschen und Goldparmäne, Goldrenette von Blenheim, Roter Winterkalvill und Landsberger Renette haben reichlich Früchte getragen. „Apfelsorten, die heute kaum noch in den Obstauslagen des Handels erhältlich sind.“

600 Liter Apfelsaft haben die gepressten Früchte ergeben. Mit einem Euro für einen Liter Apfelsaft waren die Mitglieder dabei. „Wir sind fast ausverkauft“, freut sich die Vorsitzende über eine gute Nachfrage. Noch hängen Mostäpfel und Quitten an den Zweigen. Die Mostäpfel seien zu klein und dienten als Futter für Schafe. Doch nicht nur Äpfel konnten in dem 1000 Quadratmeter großen Paradiesgarten geerntet werden. Kirschen, Mirabellen und Zwetschgen reiften auf der Obstwiese. Für Uta Mayr-Falkenberg ist sie eine wichtige grüne Lunge im Ortsmittelpunkt. Nach der Ernte gilt es nun, die Wiese aufzuräumen, das Geäst und Sträucher zu säubern und Neupflanzungen vorzunehmen. Rosen der Sorte „Rugosa“ wollen gepflanzt, Blumenzwiebeln gesetzt werden. „Unsere Obstwiese soll bunt werden.“

Zum Teil in Eigenleistung konnte eine Wasserleitung auf das Grundstück verlegt werden. „Die Trockenheit macht Obstbäumen und Pflanzen sehr zu schaffen.“ Mit 500 Mitgliedern, die längst nicht nur aus dem Ortsbezirk, sondern aus Kaiserslautern Stadt und Land stammen, könne sich der Obst- und Gartenbauverein sehen lassen. Ein Grund für den Vorstand, darüber nachzudenken, den Einzugsbereich im Vereinsnamen zu erweitern und auf Kaiserslautern auszudehnen.

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