Kaiserslautern Noch keine konkreten Projekte

Schadensminimierung und Risikovorsorge stehen bei der Erstellung des Klimaanpassungskonzepts der Stadt im Mittelpunkt, betonte Umweltdezernent Peter Kiefer gestern im Umweltausschuss. In der Sitzung wurden verschiedene Maßnahmenpakete vorgestellt und schließlich zur Beschlussfassung an den Stadtrat weitergegeben.
Wie mehrfach berichtet, will Kaiserslautern sich für den Klimawandel fit machen, erstellt dafür ein Klimaanpassungskonzept. Dessen Eckpunkte sind nach gut einem dreiviertel Jahr nun klar formuliert. Professor Marc Illgen vom Büro „Dahlem Beratende Ingenieure GmbH & Co. Wasserwirtschaft KG“ stellte die Kernziele und Maßnahmenpakete in der Sitzung gestern vor, warnte aber: „Darin werden noch keine konkreten Projekte genannt.“ Die Frage beispielsweise, was die Stadt für den Bereich Engelshof in Sachen Hochwasserschutz vorsehe, die sei in dem Konzept nicht beantwortet. Illgen: „Das Ganze ist eher eine Strategie, ein Schlachtplan, wie man mit dem Klimawandel umgeht.“ Die zentrale Frage sei bei der Erstellung gewesen: „Was muss Kaiserslautern tun, um in ein paar Jahrzehnten für den Klimawandel gewappnet zu sein?“ Dabei habe man sich die Klimaentwicklung in den vergangenen Jahren angeschaut und eine Prognose für die kommenden Jahre gewagt. Künftig ist laut Illgen mit mehr Hitzetagen, mehr Tropennächten und häufigeren Starkregenereignissen zu rechnen. Auf dieser Grundlage habe man sich damit beschäftigt, was das für die Stadt bedeute und anschließend Kernziele formuliert und Maßnahmenpakete entwickelt. „Hitze mindern – Grün schaffen!“, „Schäden bei Starkregen minimieren!“, „Klimaanpassung organisieren“ und „Bürger und Unternehmen aktiv einbinden!“ lauten die Ziele, die jeweils verschiedene Maßnahmenpakete beinhalten. Einstimmig leitete der Ausschuss die Vorlage an den Stadtrat weiter. Schließt sich der Rat an, wird die Klimaanpassungsstrategie ausgearbeitet und voraussichtlich im Frühjahr 2019 fertig. Gibt der Rat grünes Licht, soll anschließend eine Auftaktveranstaltung mit den Bürgern stattfinden.