Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Noch ein Fünkchen Resthoffnung für den SV Katzweiler

Der Katzweilerer Verteidiger Aaron Bonnert (rechts) kann nicht mehr eingreifen, und auch Torwart Edgard Bader ist machtlos: Denn
Der Katzweilerer Verteidiger Aaron Bonnert (rechts) kann nicht mehr eingreifen, und auch Torwart Edgard Bader ist machtlos: Dennis Schug (in Weiß) bringt Nahbollenbach hier mit 1:0 in Führung.

Nach der Niederlage gegen Nahbollenbach scheinen die Tage des SV Katzweiler in der Bezirksliga gezählt zu sein. Am Freitag steht das nächste Relegationsspiel an.

Der SV Katzweiler steigt aus der Bezirksliga Westpfalz ab. Oder doch nicht? Ein kleines Fünkchen an Resthoffnung bleibt bei den Lautertälern noch, auch nach der 1:2 (1:2)-Niederlage am Montagabend gegen den Nahe-Vertreter von der Spielvereinigung Nahbollenbach.

Weil nicht klar ist, wie viele Mannschaften die Bezirksligen im SWFV nach unten verlassen müssen, spielen die vier Viertletzten der Bezirksligen – im Fall Katzweiler der Fünftletzte, weil die Westpfalz-Staffel mit einer Mannschaft mehr spielte – mögliche weitere Absteiger aus. Nach der Niederlage gegen Nahbollenbach trifft Katzweiler am Freitag (19.30 Uhr) in Göllheim noch auf den VfR Nierstein. Nahbollenbach spielt gegen den Ludwigshafener SC. Nur: Ob aus diesem Quartett überhaupt jemand oder gar keiner die Liga hält oder absteigt, ist aktuell noch nicht final gesichert. Gleichwohl sind die Chancen des SVK auf ein Minimum gesunken.

SV Katzweiler gut im Spiel

„Ich habe eigentlich keine Hoffnung mehr, das ist gerade eine brutale Enttäuschung. Da ist es schwer, die richtigen Worte zu finden“, kommentierte ein sichtlich angefasster Alexander Gauch nach dem Spiel. Dabei hatten seine Mannen eigentlich richtig gut in das Spiel gefunden und nach wenigen Sekunden eine Doppel- und Dreifachchance– aber der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Ganz anders die Elf aus Nahbollenbach: Es lief der direkte Gegenzug, Niklas Herrmann gab die Kugel von der rechten Seite nach innen, wo Dennis Schug im Fünfmeterraum lauerte und zur Führung einschoss.

Marcel Meinen trifft zum 1:1

Katzweiler aber zeigte sich davon noch unbeeindruckt und gab in der 13. Minute die passende Antwort. Marcel Meinen nutzte einen Fehler in der Defensive der Spielvereinigung, ging auf und davon und ließ auch Torwart Julian Beyhl keine Abwehrchance. Es dauerte aber wieder nicht lange, bis Nahbollenbach bewies, dass die Gauch-Elf enorme Probleme mit den pfeilschnellen Offensivakteuren hat. Mit einem Chip über die Abwehr fein in Szene gesetzt, war Sarayut Yotkiri frei durch und überwand auch den Katzweilerer Schlussmann Edgard Bader zum 1:2 (20.).

Auch hier hätte es wieder die prompte Reaktion geben können, doch Marcel Meinen traf den Ball nach ganz feiner Vorarbeit von Mike Schneider in aussichtsreicher Position nicht. Glück für den SV Katzweiler, dass Torwart Edgard Bader bei zwei Kontern des Kontrahenten gegen Florian Borr (26.) und Dennis Schug (45.) auf der Hut war und weitere Einschläge verhinderte.

Verschossener Elfmeter in der Nachspielzeit

Schug war es dann auch, der einen weiteren Gegenangriff nach einer Stunde im Ansatz selbst verdaddelte. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr versuchte der SVK, den Druck zu erhöhen, agierte aber auch ein bisschen zu umständlich. Bei einer Doppelchance, als Felix Assel aus 22 Metern zunächst die Latte traf (77.) und dann Keeper Beyhl einen weiteren Versuch entschärfte (78.), bot sich die große Ausgleichschance. So rannte auch die Zeit weg. Vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt, die Hälfte schon fast rum, als Mike Schneider im Strafraum war, sich aber eher vom Tor wegbewegte und dann total unnötig zu Fall gebracht wurde. Strafstoß für Katzweiler entschied Referee Tillmann Zielke – Schneider nahm sich der Sache an, verlud den Torwart, der Ball kullerte aber am linken Pfosten vorbei. Kurz darauf war Schluss und der wahrscheinliche Abstieg besiegelt.

„Wir wussten, was auf uns zukommt. Nahbollenbach hat das mit seinen Mitteln auch gut gemacht. Das war sicher nicht unverdient. Die ersten 20, 25 Minuten von uns waren nicht gut, das wurde in der zweiten Halbzeit besser. Aber uns hat die letzte Überzeugung, diese Gier gefehlt, den Ball mit allen Mitteln ins Tor zu drücken. Läuferisch und vom Kampf her kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Jetzt muss ich schauen, dass ich die Mannschaft für Freitag wieder aufrichte. Da wollen wir noch mal alles geben und uns mit einem Sieg verabschieden“, so Gauch.

Auf ein Wunder hoffen

Und dann womöglich auf ein Wunder hoffen? Ein Erfolg in diesem „Spiel um Platz drei“ ist die Grundvoraussetzung. Wenn der FK Pirmasens die Relegation zur Regionalliga gewinnt, Jahn Zeiskam den Sprung aus der Verbandsliga nach oben packt und ein zusätzlicher freier Platz entsteht – es gibt immer noch Gerüchte um einen Rückzug der Sportfreunde Bundenthal –, dann, ja dann könnte der SV Katzweiler die Bezirksliga doch noch halten.

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