Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel „No Music in K-Town“: Sonorer Dreiklang

Übernahm den Einstieg in den Konzertdreiklang: Time Ovt.
Übernahm den Einstieg in den Konzertdreiklang: Time Ovt.

Dreifachkonzerte im Cotton Club der Kammgarn sind eine feine Sache: Man zahlt einmal Eintritt und bekommt dafür gleich drei (in der Regel) gute Bands.

Auch bei der entsprechenden jüngsten Ausgabe der „No Music in K-Town“-Reihe durfte man sich wieder über ein musikalisches Triumvirat mit gleichwertigen Gruppen erfreuen. Den Einstieg übernahm die heimische Rockband Time Ovt unter der vokalen Führung von Oussama Zaroui. Der junge Sänger steigerte sich aus schon guten Anfängen heraus im Laufe des aus eigenen Titeln („Revenge“) und sauber interpretierten Covers zusammengestellten Programms noch einmal deutlich. Die vor allem aus Schülern des Gymnasiums am Rittersberg bestehende Band wagte sich sogar an stimmliche und interpretatorische Herausforderungen wie „You’re The Voice“ heran – und das mit einigem Erfolg, wie nicht nur der frenetische Schlussapplaus zeigte.

Psychedelische Elegie

Weiter ging es mit der aus der weiteren Umgebung stammenden Gruppe Wolf Prayer – und zwar rein äußerlich-stilistisch etwas zurückgenommener als die Opener. Mit einiger Elegie und manch geradezu psychedelisch anmutenden Passagen in den über weite Strecken hinweg instrumental gebotenen Titeln schaffte es das Quartett aber dennoch (oder auch gerade deswegen), mit Eigenkompositionen wie „The Devil Told Me So“ tief ins Innere der Zuhörer zu zielen und dann darin so einiges an Gefühlen hervorzurufen. Einen großen Anteil an dieser Wirkung hatte hier vor allem der sicher zwischen kraftvoller Eruption und passgenau eingesetzter Emotion lavierende Sänger (und coole Moderator) Jan Sprengard. Beeindruckend!

Knackiger Abschluss

Nicht minder beeindruckend war auch die Leistung der Band The Black Lane, die den knackigen Abschluss der Konzert-Trilogie bildete. Erneut vornehmlich getragen vom Sänger – hier der wiederum auch in seinen Ansagen launig-unterhaltsame Chris Müller – spielte das Quartett eine solide, rockig-poppige, stellenweise leicht ins Experimentelle gehende Mischung aus eigener Feder (hier wäre etwa und vor allem das intensive „Fallout“ zu nennen). Und das Publikum im gut besuchten Keller-Club ging bis zur letzten Minute des Auftritts und des langen Abends begeistert mit. „No Music“ also in Kaiserslautern? Ganz sicher nicht, erst recht nicht nach diesem sonoren Dreiklang ...

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