Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Nils fragt: Was ist Kabarett, und was macht ein Kabarettist?

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Ein Kabarett ist gleichermaßen ein Ort wie auch eine ganz spezielle Form der Bühnenkunst. Was es mit dem Ort auf sich hat, ist schnell erklärt: Kabarett ist das eingedeutschte Wort von „cabaret“, das im Französischen schlicht Kneipe meint. Weil in Kneipen aber nicht nur getrunken und geschwatzt wurde und wird, sondern auch Künstler auftreten, die singen, spielen und kleine Theater-Stücke oder Lieder aufführen, die man dann „Sketche“ oder „Couplets“ nennt, hat man das Kabarett genannt. Später gab es auch ausschließlich dafür reservierte kleine Theater, die man ein bisschen herablassend „Kleinkunstbühnen“ nennt. Die hatten oft drollige Namen wie das „Kom(m)ödchen“ in Düsseldorf, „Die Schaubude“, „Kleine Freiheit“ oder „Die Lach- und Schießgesellschaft“ in München. Oft haben große Dichter wie Erich Kästner die Texte für Kabarettisten geschrieben, also für die Künstler, die im Kabarett aufgetreten sind und die richtig frech und ätzend aktuelle Politik und Moden kritisieren. Große Kabarett-Künstler wie Dieter Hildebrandt, Hanns-Dieter Hüsch, Klaus Havenstein oder Werner Schneyder darf man aber auf keinen Fall mit den sogenannten Comedians oder Komikern wie Mario Barth verwechseln, die oft einfach nur Witze erzählen.

Der Unterschied zwischen Kabarett und Comedy ist heute nicht mehr so deutlich wie früher, beide Stilformen verschmelzen wie bei Dieter Nuhr, Rüdiger Hoffmann oder Bernd Stelter. Zu den bekannten Kabarettisten der letzten Jahre gehören Georg Schramm, Urban Priol oder Volker Pispers. Vielleicht kennt Ihr Kabarettisten ja auch aus dem Fernsehen, wo einige sogar eigene Sendungen haben. tz

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