Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Neuordnung der Mannschaft des TuS Dansenberg auf gutem Weg

Kapitän und Kreisläufer Niklas Jung überzeugt mit insgesamt 10 Toren und vielen starken Aktionen
Kapitän und Kreisläufer Niklas Jung überzeugt mit insgesamt 10 Toren und vielen starken Aktionen

Bei einem hochkarätig besetzten Vorbereitungsturnier hat der TuS Dansenberg einen achtbaren dritten Platz erreicht. Alle Spieler kamen dabei zum Zug.

An dem vom nordbadischen Oberligisten SG Heddesheim ausgerichteten Turnier nahmen insgesamt acht Teams aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen teil, darunter auch vier Regionalligisten: „Man hat gleich gemerkt, dass das Turnierniveau sehr hoch ist. Auch die Teams aus den unteren badischen Ligen haben ein höheres Niveau als in der Pfalz, das hat man dann auch gegen den Verbandsligisten TSV Birkenau gemerkt“, beschreibt TuS-Trainer Patrick Schulze, der Theodoros Megalooikonomou an der Seitenlinie vertrat.

Starke zweite Hälfte

Tatsächlich taten sich die Pfälzer gegen den unterklassigen Gegner zunächst schwer, lagen sogar mit 2:4 in Rückstand, ehe man die Partie drehte und am Ende souverän mit 25:19 gewann. Die zweite Partie war dann die interessanteste, schließlich ging es gegen den zukünftigen Ligakonkurrenten SF Budenheim. Die Begegnung sollte eine echte Standortbestimmung für die Dansenberger werden, doch die Rheinhessen reisten mit einem dezimierten Kader an. Dennoch hatten der TuS in der ersten Hälfte große Schwierigkeiten, lag früh mit 2:5 hinten und ging mit einem 13:14 Rückstand in die Pause. In der zweiten Halbzeit drehten die Pfälzer dann aber richtig auf, spielten fantastischen Handball und schlugen Budenheim am Ende deutlich mit 29:22. „Es war ein Kampfspiel, das wir verdient gewonnen haben“, kommentierte Routinier Christopher Seitz.

Finale knapp verpasst

So ging der TuS mit einer klaren Ausgangslage in die Partie gegen Gastgeber Heddesheim. Sieg oder Unentschieden genügten zum Einzug ins Finale. Doch die Hausherren nutzten ihren Heimvorteil geschickt aus, schlugen Dansenberg nach einer intensiven und hektischen Partie mit 22:20 und gewannen im Anschluss auch das Turnier in heimischer Halle: „Heddesheim ist sehr stark, da sind auch viele ehemalige Drittligaspieler dabei. Wir hätten gewinnen können, waren aber nicht ganz auf der Platte. Wir hatten große Probleme gegen ihre offensive Abwehr, das hat uns den Zahn gezogen“, resümierte Schulze.

So ging es dann in das Spiel um Platz 3 gegen den badischen Regionalligisten und ehemaligen Zweitligisten TuS Schutterwald. Der TuS dominierte die Partie über weite Strecken und lag teils deutlich in Führung, am Ende ließ aber die Energie etwas nach, sodass Schutterwald den Rückstand noch auf 29:31 verkürzen konnte: „Wir haben gegen Schutterwald unser Niveau gezeigt, sehr diszipliniert gespielt, das war super, ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg“, lobte Schulze seine Jungs.

Umbruch ist auf gutem Weg

Individuell hebt Schulze vor allem die Holstein-Brüder Marco und Timo, sowie Spielmacher Robin von Lauppert hervor, die anders als noch im letzten Jahr im Drittligateam, jetzt absolute Leistungsträger sind und auch als Führungsspieler Verantwortung übernehmen, wie etwa Timo Holstein, der der neue Siebenmeterschütze des Teams ist und mit insgesamt 28 Toren am Ende bester Werfer des TuS war: „Alle drei haben ein super Turnier gespielt und haben herausgestochen“, so Schulze, der auch Routinier und Comebacker Christopher Seitz besonders lobt: „Seitzi hat gezeigt, dass er noch immer die Klasse hat, dem Team sowohl in der Abwehr als auch im Angriff weiterzuhelfen“. Dieser hebt zudem die Zusammensetzung des Kaders hervor: „13 von 16 Spieler im Kader sind aus der eigenen Jugend. Das ist im Vergleich zu den anderen Mannschaften eine Besonderheit. Der Umbruch mit Integration und Fokus auf junge Spieler aus der Jugend und der Region ist definitiv der richtige Weg“.

Zusammenfassend resümiert Schulze: „Es war ein tolles Turnier. Genau das Niveau, dass wir gebraucht haben. Das hat uns sehr weitergeholfen, jetzt wissen wir, woran wir die nächsten Wochen arbeiten müssen.“

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