Kaiserslautern
Neun politische Gruppierungen treten zur Stadtratswahl in Kaiserslautern an
Neun politische Gruppierungen bewerben sich bei der Stadtratswahl am 26. Mai um ein Mandat. Erstmals sind darunter die Alternative für Deutschland und Die Partei. Bei den Ortsvorsteherwahlen gibt es in einem Stadtteil keinen Kandidaten.
VON HANS-JOACHIM REDZIMSKI
Andreas Rahm, Janina Eispert und Bernhard Lenhard führen die SPD-Liste zur Stadtratswahl an. Die SPD wurde bei der letzten Stadtratswahl 2014 stärkste Fraktion. Sie eroberte 19 Sitze im 52-köpfigen Stadtrat. Die SPD hat das Ziel ausgegeben, wieder stärkste Kraft zu werden.
Die CDU will der SPD den Nimbus als stärkste Fraktion streitig machen. Das ist ihr erklärtes Wahlziel. Die ersten drei Plätze auf der Liste belegen Michael Littig, Manfred Schulz und Constanze Fischer. Die CDU blieb bei der letzten Stadtratswahl zweiter Sieger. Sie zog mit 15 Ratsmitgliedern in den Stadtrat ein.
Die Grünen, derzeit mit sechs Sitzen drittstärkste Kraft im Stadtrat, buhlen um die Gunst der Wähler mit den drei Spitzenkandidaten Lea Siegfried, Tobias Wiesemann und Gilda Klein-Kocksch. Die Linken, die derzeit über vier Sitze im Stadtrat verfügen, treten mit Stefan Glander, Elke Theisinger-Hinkel und Lena Edel auf den ersten drei Plätzen an.
Die Freien Demokraten, derzeit mit drei Sitzen im Stadtrat, schicken Brigitta Röthig-Wentz, Dietmar Theißinger und Eva Lenz auf den ersten drei Rängen ins Rennen um die Mandate. Die FWG, ebenfalls mit drei Sitzen im Stadtrat vertreten, baut auf den vorderen Plätzen auf Franz Rheinheimer, Gabriele Wollenweber und Paul Peter Götz. Die Freie Bürger Union (FBU), die bisher mit einem Ratsmitglied im Stadtrat repräsentiert war, bietet Hildegard Kallmayer, Klaus Schmid und Christine Schneider auf den ersten Plätzen auf.
Erstmals greift die Alternative für Deutschland (AfD) in das Rennen um die Stadtratsmandate ein. Ihre Liste wird angeführt von Dirk Bisanz, Attila Sonal und Albert Lind. Für Die Partei , die 2004 von Redakteuren des Satire-Magazins Titanic gegründet wurde, bemühen sich Samuel Poesze, Sujana-Sen Derya und Michael Hack um einen Sitz im Stadtrat.
Mit der Kommunalwahl am 26. Mai wird der Kaiserslauterer Stadtrat größer als bisher. Er wächst auf 56 Sitze an. Grund dafür ist, dass die Stadt über die Marke von 100.000 Einwohnern gesprungen und damit sogenannte Großstadt geworden ist.
SPD tritt in allen Stadtteilen zur Ortsbeiratswahl an
Bei den Ortsbeiratswahlen ist die SPD die einzige Partei, die sich in allen Stadtteilen den Wählern stellt. Kaiserslautern hat neun Stadtteile: Erzhütten-Wiesenthalerhof, Einsiedlerhof, Morlautern, Erlenbach, Mölschbach, Dansenberg, Hohenecken, Siegelbach und Erfenbach.
Die CDU tritt in fast allen Stadtteilen zur Ortsbeiratswahl an, außer in Siegelbach. Siegelbach gilt seit jeher als Domäne der SPD. Die FWG stellt eine Liste in Erzhütten/Wiesenthalerhof, Einsiedlerhof, Dansenberg, Siegelbach und Erfenbach. Die FDP kandidiert in Morlautern, Erlenbach, Dansenberg und Hohenecken.
In vier Stadtteilen Duelle um das Amt des Ortsvorstehers
Bei den Ortsvorsteherwahlen gibt es in vier von neun Stadtteilen ein Duell um das Ehrenamt. In Erzhütten-Wiesenthalerhof bekommt Amtsinhaber Thorsten Peermann (SPD) mit Dieter Hehl (CDU) einen Herausforderer. In Erlenbach erfährt Amtsinhaber Fritz Henrich Konkurrenz durch Timo Menge (Einzelbewerber ohne Partei). In Mölschbach fordert Klaus Müller (CDU) Amtsinhaber Jörg Walter (SPD) heraus, in Hohenecken Heike Spies (SPD) Amtsinhaber Alexander Rothmann (CDU).
In weiteren vier Stadtteilen gibt es für das Amt des Ortsvorstehers nur einen Bewerber: in Einsiedlerhof Christina Kadel (FWG), in Dansenberg Franz Rheinheimer (FWG), in Siegelbach Gerd Hach (SPD) und in Erfenbach Reiner Kiefhaber (SPD).
In Morlautern hat sich kein Bewerber für die Urwahl des Ortsvorstehers gestellt. Hier wird es somit zur Wahl des Ortsvorstehers durch den Ortsbeirat kommen, wie es Ende vergangenen Jahres nach dem Rücktritt von Ortsvorsteher Hermann Veit (FWG) auch auf dem Einsiedlerhof der Fall gewesen ist.
77.254 Bürger sind nach dem gestrigen Stand zur Kommunalwahl in Kaiserslautern aufgerufen. Die Wahl erfolgt in 91 Stimmbezirken und 15 Briefwahlbezirken.