Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Begleitmaterial zu Jürgen Walzers Metal-Opera „Dispyria“

Präsentieren stolz das gemeinsame „Machwerk“: Jürgen Walzer, Daniel Ott.
Präsentieren stolz das gemeinsame »Machwerk«: Jürgen Walzer, Daniel Ott.

Es ist soweit: Ab 1. Juni gibt es zu Jürgen Walzers großer Metal-Opera „Dispyria“ gleich drei begleitende Umsetzungen in Schrift, Ton und Video. Jede Einzelne davon gibt dem Werk des Kaiserslauterer Musikers eine neue schillernde Facette.

Die Grundlage der zusätzlichen „Gadgets“ ist zunächst der erste Part des insgesamt auf drei Teile angelegten Riesenwerks. Im Jahr 2012 erfuhr die danach rasch wachsende „Dispyria“-Fangemeinde in „A Dream Therapy“ erstmals etwas von der wechselvollen Geschichte des Protagonisten Josh Devon, die ihn über ausgeklügelten Kompositionen unter anderem in die albtraumhaften Tiefen seiner geplagten Seele führte. Dieser im übrigen teilweise autobiographisch gefärbte Teil der Trilogie ist es, der jetzt mehrere Erweiterungen erfuhr. Die Bearbeitungen der beiden anderen sollen folgen.

Die augenfälligste Umsetzung des ersten Konzeptalbums ist jene als Roman. Die preisgekrönte Autorin Martina Berscheid, eine alte Bekannte Jürgen Walzers, hat es geschafft, die vielschichtige Geschichte hinter der Musik in ein gut lesbares Buch zu transformieren. Das Vertrauen Walzers habe sie geehrt, erklärt die Schriftstellerin in einer Kurz-Doku zur Buch-Veröffentlichung. Das Projekt habe ihr auch schon deshalb gefallen, da seine Musik genau jene sei, die sie liebe.

Unheimliche Begegnungen, gefährliche Situationen

Beide positiven Aspekte merkt man der literarischen Version an. Berscheid, die bislang Gegenwartsliteratur schrieb und sich nun erstmals auf das Fantasy-Terrain begab, formte eine spannende Version des von unheimlichen Begegnungen, gefährlichen Situationen, düsteren Gefühlen und einer mächtigen Dämonin namens Aelyrea bestimmten „Dispyria“-Stoffes. Das mit einer eindringlichen Cover-Zeichnung des international bekannten Genre-Zeichners Timo Würz ausgestattete Hardcover-Buch hat übrigens keine Seitenzahlen und kein Inhaltsverzeichnis. Die braucht man wohl auch gar nicht, denn die zehn Kapitel mit ihren oft knappen, prägnanten Sätzen darin liest man vermutlich ziemlich angespannt „in einem Rutsch“ durch – Lesezeichen überflüssig.

Neben der klassischen Buchausgabe und ihrer Variante als E-Book gibt es den ersten „Dispyria“-Teil zugleich auch als Hörbuch, gelesen von keinem Geringeren als dem heimischen Sänger („Ex-Divinus), Radiomoderator und einstigen RHEINPFALZ-Mitarbeiter Daniel Ott. Seine Erfahrungen mit Sprache und Musik prädestinierten das schon 2012 als Mit-Vokalist auf „The Dream Therapy“ zu hörende Multi-Talent für diese besondere Aufgabe. Er freue sich, Bestandteil dieses Projekts zu sein und der Figur des Josh Devon per Stimme Leben zu verleihen, so Ott ebenfalls in der erwähnten Doku. Und nicht nur dieser. Mit einer sonoren Stimme, die auch den unterschiedlichsten Charakteren Leben einhauchen kann, schiebt er den schieren Romantext zusammen mit einem Hauch angenehm theatralischer Dramatik noch einmal in eine andere Richtung.

Wer sich einen Eindruck davon machen möchte, hat dazu in jener Mini-Doku zum Buch-Release auf YouTube beste Gelegenheit (dort nach „Dispyria“ und „Mini-Doku“ suchen). Hier sieht man Walzer und Ott, der auch die Off-Texte spricht, über eine Viertelstunde lang in Aktion. Auch erfährt man interessante Hintergrund-Informationen und hört insbesondere aus dem fünften Kapitel des Romans einen von Daniel Ott vor passend dunklem Hintergrund rezitierten, hörenswerten Lese-Part.

Info

Das gedruckte Buch „Dispyria – A Dream Therapy“ kann direkt bei Jürgen Walzer bestellt werden (walzer1967@gmail.com); eBook und Hörbuch sind über die bekannten Portale zu beziehen. Weitere Infos auf www.dispyria.com und www.facebook.com/dispyria.

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