Kegeln RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Perspektiven für die Kegler der Region

Plötzlich in der Bundesliga: Monika Hirsch mit Viktoria Miesau.
Plötzlich in der Bundesliga: Monika Hirsch mit Viktoria Miesau.

In der im September beginnenden Saison kegelt der SKC Mehlingen nicht mehr in der Bundesliga der Deutschen Classic-Kegler-Union – trotz der guten Endplatzierung auf Platz vier. „Das ist zwar im Prinzip schön, hat aber für mich keine Bedeutung“, sagt Pressewart Wolfgang Heß.

Der sportliche Abstieg in der Bundesliga begann bereits in der letzten Saison durch den Rückzug der beiden Teams aus Thüringen, dazu kam dann noch, dass viele Teams durch den Doppelstart 200 und 120 Wurf ihre Mannschaft in der Bundesliga oft nicht in Bestbesetzung an den Start schickten, sodass die Tabelle nicht sehr aussagekräftig ist. In der Spielersitzung gab es bei der Abfrage, wer noch 200 Wurf spielen möchte und die damit verbundenen langen Fahrten unter anderem drei Mal nach Oberfranken, ein Mal nach Sachsen und ein Mal nach Thüringen auf sich nehmen will, so gut wie keine Resonanz. Damit war klar, dass die Mehlinger nicht mehr in der DCU-Bundesliga melden werden.

In der neuen Saison starten sie jetzt mit der ersten Mannschaft in der Regionalliga Rheinland-Pfalz/Nordbaden, die Wolfgang Heß spielerisch stärker einschätzt als die DCU-Bundesliga und manche Zweite Bundesliga des DKBC. Es sei eine Herausforderung, in der Liga zu bestehen und wieder den angestrebten Mittelfeldplatz zu erreichen, sagt er. Persönlich glaube er, dass es eine sehr schwierige Runde geben wird, denn fast alle Mannschaften hätten großes Potenzial und er wisse im Moment auch nicht, wer sich personell noch verstärkt hat.

Die zweite Mannschaft startet in der Zweiten Rheinland-Pfalz-Liga und wird auch zu kämpfen haben, um einen Mittelfeldplatz zu schaffen. Auch in dieser Liga spielen sehr erfahrene Teams, die schon über Jahre gute Leistungen zeigen. Insgesamt ist die Qualität durch den Rückwechsel vieler Vereine in allen Ligen des Landesfachverbandes Rheinland-Pfalz gestiegen.

Sembach nicht mehr in der DCU

Bei den Kegelfreunden Sembach sind ebenfalls die Würfel gefallen. In der abgelaufenen Runde wurden sie mit der ersten Mannschaft in der Regionalliga Rheinland-Pfalz/Nordbaden Vizemeister und im Landesverband Rheinhessen/Pfalz der DCU in der Regionalliga Meister, waren damit in beiden Verbänden erfolgreich. Das Thema DCU ist bei den Sembachern erledigt. Pressewart Lukas Lamnek: „Wir haben uns zur neuen Saison komplett von der DCU abgewandt und haben beim Landesfachverband ein drittes Team als gemischte Mannschaft gemeldet. Somit ist unsererseits das Kapitel DCU abgeschlossen und wir können unsere Kräfte mit der ersten Mannschaft in der Regionalliga Rheinland/Pfalz/Nordbaden und unserer zweiten Garnitur in der Verbandsliga besser bündeln.“

Kein Wechsel bei der Post SG

Keine Abwanderungsgedanken gab es bei der Post SG Kaiserslautern, die beim DCU-Landesverband Rheinhessen/Pfalz in der Landesliga spielt. „Unsere Männer wollen keine 120 Wurf spielen, deshalb war ein Wechsel für uns kein Thema“, teilt dazu Sportwartin Christel Bach mit.

„120 Wurf ist kein Thema für uns“, haut Sportwartin Monika Hirsch vom SKK Viktoria Miesau in die gleiche Kerbe. „Wir spielen nun schon seit zehn Jahren bei der DCU und bleiben bis zum bitteren Ende. Wenn nächstes Jahr Schluss ist, ist Schluss. Da es ja nur noch eine Frauen-Liga gibt, spielen wir dann mal Erste Bundesliga. Hätte auch keiner gedacht, zumal ich nicht aufsteigen wollte. Aber das nehmen wir natürlich gerne an.“ Die Mannschaft steht nach wie vor, hat weder Zu- noch Abgänge.

In der neu sortierten Achterliga sind etliche alte Bekannte, aber auch Teams. Über deren Leistungsstärke müsse man sich erst einmal kundig machen, meint Monika Hirsch. Sie hofft, „dass bis zum Rundenbeginn im September nichts dazwischenkommt, alle gesund und fit bleiben und wir wie gewohnt starten können. “

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