Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Lok fürs Bachbahnmuseum

Diese Diesellok war früher auf der Bachbahnstrecke unterwegs.
Diese Diesellok war früher auf der Bachbahnstrecke unterwegs.

Das Bachbahnmuseum in Erfenbach wird um eine Attraktion reicher. Eine Kleindieselrangierlok ist es, die Paul Peter Götz, Initiator des Bachbahnmuseums, am Samstag von Hermeskeil nach Kaiserslautern transportieren lässt.

Bei der Diesellok vom Typ Schöma DHL-60 GR, Baujahr 1970, handelt es sich um eine Rangierlok mit 84 PS und einem Gewicht von 14 Tonnen. Sie stammt aus der Maschinenfabrik Christoph Schöttler in Diepholz. Ihren ersten Einsatz hatte die Lok bei der Firma Bänninger GmbH in Gießen. 1980 wurde sie von der Museumseisenbahn Paderborn übernommen. 1987 zeigte die Spinnerei Lampertsmühle Interesse an der Lok. „Unter der Bezeichnung SPL 2 ist die Lok auf Teilen der Bachbahnstrecke gefahren“, weiß Götz. 1999 hatte sie auf einem Spielplatz der Landesgartenschau in Kaiserslautern ihren Platz. 2003 erwarb sie das Dampflok-Museum in Hermeskeil.

Originalgleise verlegt

Damit die ehemalige Diesellok, die einmal auf der Bachbahnstrecke verkehrt ist, eine neue Heimat bekommt, haben Mitglieder des Bachbahnmuseums 22 Meter Originalgleis der ehemaligen Bachbahnstrecke verlegt und in einem Unterstand, dem künftigen Lokschuppen, unter dem Heuboden des Bachbahnmuseums einen original Prellbock aufgestellt. Im Unterstand soll die Lok wettergeschützt stehen und nach und nach restauriert werden.

Das nötige Fachwissen zur Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit der Lok haben Vereinsmitglieder des Bachbahnmuseums. Für das Museum sei es ein Glücksfall, die Lok vom Vorbesitzer, einem Privatmann aus Kaiserslautern, zurückkaufen zu können und aus dem Dampflok-Museum in Hermeskeil nach Erfenbach zu überführen, so Götz. „Die Lok kommt heim, an den Ort, an dem sie früher gute Dienste geleistet hat“, freut er sich auf das Wiedersehen mit dem Zeitzeugnis.

Auf dem Tieflader Richtung Kaiserslautern

Der Rücktransport der Lok nach Erfenbach startet am Samstagmorgen in Hermeskeil mit dem Aufladen der Lok auf einen Tieflader. Mit Hilfe eines Krans wird das Schwergewicht vor dem Bachbahnmuseum auf die bereits verlegten Gleise platziert. „Wann der Tieflader mit der Diesellok in Erfenbach eintreffen wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Wir erwarten die Lok am frühen Nachmittag.“ Zum Abladen der Lok wird die Jahnstraße im Teilbereich Brunnenring/Siegelbacher Straße zwischen 12 und 18 Uhr gesperrt sein.

Die Bachbahn war eine 16,5 Kilometer lange Nebenbahn. Sie pendelte zwischen dem Bahnhof Lampertsmühle-Otterbach und dem Bahnhof in Reichenbach-Steegen. Ihren Namen verdankt die Bachbahn den Orten entlang der Bahnstrecke. Sie enden alle mit „-bach“: Otterbach, Erfenbach, Siegelbach, Rodenbach, Weilerbach, Schwedelbach und Reichenbach. Die Bahn verkehrte zwischen 1914 bis 1989 auf der Strecke. 1972 wurde der Personenverkehr, 1989 der Güterverkehr zwischen Weilerbach und Reichenbach eingestellt. Seit 1994 wird die Strecke zwischen Weilerbach und Reichenbach als Radweg genutzt. 1996 wurde das Teilstück Lampertsmühle-Otterbach und Weilerbach stillgelegt. In Planung ist, die gesamte Strecke als Rad- und Wanderweg aufzuarbeiten.

Für die Lok wurden Originalgleise verlegt.
Für die Lok wurden Originalgleise verlegt.
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