Kaiserslautern Nachspielzeit:

Placeholder-Image

Der große Gewinner des letzten Spieltages vor der Winterpause war der VfR Kaiserslautern. Die Fußballmannschaft vom Erbsenberg triumphierte am Sonntag nicht nur mit 4:1 beim TuS Bedesbach-Patersbach, sie zog durch diesen Sieg auch mit dem Tabellenführer der Bezirksliga, dem VfB Reichenbach, nach Punkten gleich. „Das war unser Ziel“, sagte der VfR- Spielertrainer Michael Wolter, der sein Team auch nicht großartig motivieren musste. Wussten doch seine Spieler, dass der Titelrivale Reichenbach am Samstag in Hinterweidenthal gepatzt hatte (0:2). Der Sieg fiel dem VfR auf dem in der ersten Halbzeit tiefen und nach der Pause gefrorenen Platz nicht in den Schoß, zumal der TuS sich als „unangenehmer Gegner“ entpuppte. Die spektakulärste Szene der Partie sahen die rund 200 Zuschauer zu Beginn der zweiten Hälfte. Die Kaiserslauterer führten mit 2:1, sahen sich aber heftigen Angriffen des Heimteams ausgesetzt. Ihr Torhüter Michael Ritter verhinderte mit einer Glanzparade das 2:2. Mit den Fingerspitzen lenkte er den Ball an den Pfosten, worauf Markus Habich sogleich den Konter einleitete, den Christian Kolender mit einem fantastischen Schuss in den Winkel zum 3:1 vollendete. Das war sein zweiter Treffer, dem er kurz vor Schluss noch den dritten folgen ließ. Als „Glücksspiel“ bezeichnete der Spielertrainer der SG Olsbrücken/Schallodenbach, Benjamin Krauß, die B-Klassen-Partie seiner Mannschaft bei GW Hochspeyer. Das auf gefrorenem Geläuf ausgetragene Spiel habe unter dem Motto gestanden: „Wer ausrutscht, verliert.“ Dabei zeigte sich die SG als die rutschfestere Truppe. Sie gewann das winterliche Duell und sparte beim 4:1 auch nicht mit Toren. Zwei davon erzielte Dennis Haupt. Der Olsbrücker Stürmer kam nicht nur schnell zur Sache, sondern traf auch noch auf besonders schöne Weise. Nach einem Abschlag des SG-Torwarts Johannes Closset war der Knipser zur Stelle und lupfte den Ball elegant über den Keeper. Damit hatte er die gegnerische Abwehr in der dritten Minute kalt erwischt. Nur vier Minuten später zog er ohne lange zu fackeln aus 35 Metern ab und schoss die Kugel direkt in den Winkel. „Diese beiden Tore haben uns Sicherheit gegeben“, sagte Krauß, dessen Team Standfestigkeit bewies und am Ende „verdient mit 4:1 gewann“. Auf der Fahrt zum Auswärtsspiel nach Schwedelbach erkundigte sich der Torhüter des FSV Krickenbach, Michael Rink, bei Mike Englert, ob denn auch „lange Hosen“ im Gepäck seien. Der Krickenbacher Trainer hatte natürlich auch daran gedacht, und so konnte Rink zum Spiel gegen das US-Youth-Soccer-Team à la Gábor Király auflaufen. Die langen Trainingshosen konnte der FSV-Schussmann in dieser Partie gut vertragen. Zum einen war’s am Samstag arg kalt, und zum anderen litt Rink unter Beschäftigungslosigkeit. „In der ganzen Partie musste er sich nicht einmal nach einem Ball werfen“, berichtete Englert. Nur zweimal habe der kalt gestellte Torhüter Gelegenheit gehabt, sich bei einem Abschlag etwas aufzuwärmen. Das Spielgeschehen fand ausschließlich in der Hälfte des noch punktlosen Tabellenletzten statt. Die US-Boys hätten sich „gut verteidigt“, lobte Englert den Gegner, was seine Elf aber nicht daran hinderte, sechs Tore zu schießen. „Ein zweistelliger Sieg wäre auch möglich gewesen“, so der FSV-Coach. Doch der einstellige reichte den Krickenbachern auch, um sich an die Tabellenspitze der C-Klasse zu setzen.

x