Kaiserslautern Nachspielzeit:

Höhere Fußballmächte schienen sich gegen den SV Katzweiler verschworen zu haben. Nicht einen, nicht zwei, nein – gleich drei Elfmeter vergab das Team von Spielertrainer Uwe Forell in der A-Klasse-Partie beim Tabellenführer TuS Steinbach. „Es war wie verhext“, bemerkte Forell. „So etwas habe ich in einem Spiel noch nie erlebt.“ Dabei hatten die drei Strafstoßschützen schon bewiesen, dass sie sicher vom Punkt treffen können. So waren die zu Recht in der dritten, 46. und 80. Minute verhängten Foulelfmeter nicht nur alle gut und platziert geschossen, der Steinbacher Keeper flog auch noch bei allen dreien in die falsche Ecke. Doch der Ball wollte einfach nicht ins Netz. Zweimal prallte er vom Innenpfosten zurück in den Strafraum und einmal vom Pfosten ins Aus. Bitter für den SVK, der diese Partie auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter führte und zumindest, wie Forell fand, „ein Unentschieden“ verdient gehabt hätte. Da aber das Heimteam dreimal traf, mussten die Gäste den Platz als 0:3-Verlierer verlassen. Mit fünf Treffern bewies Christopher Lamprecht Lewandowski-Qualitäten und war der strahlende Held beim 6:2-Auswärtssieg des FV Weilerbach über die TSG Wolfstein. Doch wäre dem Torjäger des Tabellenführers der A-Klasse Mitte dieser fulminante Fünferpack auch gelungen, wenn er nicht seine „eingeschossenen Fußballschuhe“ getragen hätte? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Als Lamprecht in Wolfstein ankam, bemerkte er, dass er sein Schuhwerk mit Torgarantie in der Kabine in Weilerbach vergessen hatte. So hätte er mit Ersatzschuhen spielen müssen, wenn da nicht Hans Werner Fuhrmann, der für die Verwaltung zuständige Vorstand des FVW, gewesen wäre. Der fuhr nämlich nach Weilerbach zurück, holte die Schuhe und brachte sie dem Stürmer kurz vor Spielbeginn. Und der bedankte sich bei Fuhrmann in der 16. Minute mit einem wunderschönen Tor. Gefühlvoll zirkelte er den Ball in den Winkel. Das war Christopher Lamprechts erster Streich, dem er dann in der zweiten Halbzeit noch vier weitere folgen ließ, und zwar in atemberaubenden 17 Minuten. Mit einem Paukenschlag eröffnete das Bezirksligateam der TSG Kaiserslautern am Sonntag im Buchenloch die Restsaison. Gegen keinen Geringeren als den Tabellenführer Bundenthal landete es einen Sieg, der mit 4:0 auch noch überaus deutlich ausfiel. Sehr zur Freude von Ralf Naßhan. Der sportliche Leiter der TSG-Fußball-Abteilung war natürlich unter den Zuschauern und sparte hernach nicht mit Lob: „Das haben sie richtig gut gespielt.“ Schon früh brachte Manuel Lang die Buchenlocher auf die Siegerstraße. Der für seine „unmöglichen Tore“ bekannte Angreifer beließ es diesmal bei einem recht einfachen Treffer. Nach einer flott vorgetragenen Kombination traf er in der zehnten Minute zum 1:0. An Durchschlagskraft habe es dem Spitzenreiter gefehlt, der bloß bis zum 16er gut gespielt habe, bemerkte Naßhan zum Auftritt der Bundenthaler, die dann noch einen Dreierpack mit auf den Nachhauseweg bekamen. Maximilian Denzer traf in der zweiten Hälfte zum 2:0, und Christopher Dispot besorgte per Fuß und per Kopf das drei und vier zu null.