Kaiserslautern Nachspielzeit:

Der SV Schopp ist aus dem Holz geschnitzt, aus dem Fußballmeister gemacht werden. Das bewies er eindrucksvoll im letzten Saisonspiel in Hinterweidenthal, wo er sich mit einem 2:1-Sieg den Titel in der Bezirksliga sicherte und die Rivalen TSC Zweibrücken und VfB Reichenbach auf die Plätze verwies. Ein großer Triumph für die Schopper, die kurz vor dem Ziel dem enormen Druck des Gewinnenmüssens standhielten. Natürlich spielten in diesem Meisterstück der Spielertrainer Lars Schmitt und sein Assistent und Spieler Michael Helfrich Hauptrollen. Schmitt schoss nicht nur das 1:0, er hatte auch „das Händchen“ für den richtigen Einwechselspieler: Er brachte in der Schlussphase, beim Stande von 1:1, den 1,95 Meter großen Julian Heid. „Er wird seine Birne an den Ball bringen und das Tor machen.“ Das, erzählte Schmitt, sei ihm durch den Kopf gegangen, als er Heid einwechselte. Mit der „Birne“ klappte es zwar nicht, aber der Joker mit Schuhgröße 48 brachte in der 89. Minute seinen Fuß an den Ball und schoss den SV Schopp in den Meisterhimmel. Wohl der Mannschaft, die einen Stürmer wie Marco Heieck in ihren Reihen hat. Der Torjäger des Landesligisten SV Rodenbach ballerte sein Team bei der SG Eppenbrunn quasi im Alleingang zum Sieg und eröffnete sich und den Seinen damit die Möglichkeit, noch Meister zu werden. Heieck brannte auf dieses Spiel, denn er wollte unbedingt den mit 34 Treffern an der Spitze der Torjägerliste stehenden Waldemar Schneider verdrängen. Das ist Heieck gelungen. Er schoss alle drei Tore beim 3:0 über Eppenbrunn, schraubte damit seine Trefferzahl auf 35 hoch, sicherte sich selbst damit die Torjägerkanone und seinem Team ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft. Da nämlich der Tabellenführer ASV Winnweiler beim SV Herschberg mit 0:3 unter die Räder geriet, konnten die Rodenbacher mit ihm nach Punkten gleichziehen. Damit kommt es heute (18.30 Uhr) in Otterbach zum Duell der beiden Titelrivalen Rodenbach und Winnweiler. Eine besondere Würze bekommt die Partie durch das Torjägerduell Heieck gegen Schneider. Am letzten Spieltag der A-Klasse Nord testete der SV Morlautern II den Tabellenzweiten VfR Kaiserslautern, auf den noch die Relegationsspiele warten, in denen er den Aufstieg in die Bezirksliga packen will. Uwe Dengel, der Morlauterer Trainer, bezeichnete nach der Partie den VfR als spielerisch gute Mannschaft, die eigentlich in die Bezirksliga gehöre. Sein eigenes Team beschrieb er als „Wundertüte“. Nachdem die Seinen eine Woche zuvor mit 0:5 gegen Otterberg die Segel gestrichen hatten, spielten sie am Sonntag auf dem Erbsenberg über weite Strecken wie ein Meisterteam und siegten am Ende mit 4:3. Für den VfR war es eine misslungene Generalprobe, was ja kein schlechtes Omen für die Premiere sein soll. Die bestreitet der VfR Kaiserslautern heute (19 Uhr) in Wolfstein. Er bekommt es im ersten Relegationsspiel mit dem FV Kusel zu tun. Ein schwerer Gegner, sagt Uwe Dengel, der dem Lauterer Traditionsverein aber den Aufstieg zutraut, „wenn der VfR Kusel schlägt“.