Kaiserslautern NACHSPIELZEIT:

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Zum Auftakt der Fußballsaison gab′s eine Menge saftiger Resultate. Was sich aber beim 8:4-Sieg des VfB Reichenbach beim Titelfavoriten TV/SC Hauenstein II abspielte, sprengte nicht nur ergebnistechnisch fast alles, was man sich so von einer „normalen“ Bezirksligapartie erwartet. „Ein so kurioses Spiel“, bemerkte Benny Früh, der Reichenbacher Spielertrainer, habe er in seiner ganzen Laufbahn noch nicht erlebt. Dass gerade er, der gelernte Abwehrspieler und Schüler des Defensivstrategen Peter Rubeck, so einen torreichen Auftakt erleben musste, entbehrte nicht einer gewissen Ironie. Denn Früh ist ja mit dem Vorsatz angetreten, die anfällige Abwehr des VfB zu stabilisieren. Doch in der ersten Hälfte war davon nichts zu merken. Da luden die Früh-Schützlinge den Gegner durch haarsträubende Abwehrschnitzer regelrecht zum Toreschießen ein und gerieten mit 2:4 ins Hintertreffen. In einem furiosen zweiten Durchgang gelang dem VfB dann aber nach Tim Zimmermanns schnellem Anschlusstreffer zum 3:4 noch die Wende. Der zu Glanzform auflaufende Lars Rheinheimer ließ einen Hattrick folgen und setzte nach Christian Blauths 7:4 mit seinem vierten Treffer den Schlusspunkt zum spektakulären 8:4-Erfolg des VfB in einer Wahnsinnspartie. Dass in der Landesliga ein anderer Wind als in der Bezirksliga weht, das hat der SV Rodenbach dem euphorisierten Aufsteiger SV Herschberg am Sonntag klargemacht. Mit 2:1 setzte sich das Team von Trainer Stefan Schehl beim SVH durch und bekräftigte damit seine Aufstiegsambitionen. Dabei spielte den entscheidenden Part ein Akteur, der schon seit Jahren den Mannschaftsgeist des SVR verkörpert: Johannes Schick. Läuft es bei ihm gut, dann lässt sich auch Gleiches von seiner Mannschaft sagen. Insofern war es ein vielversprechender Saisonauftakt. Denn der mit viel Offensivdrang ausgestattete linke Außenverteidiger erzielte beide Rodenbacher Tore. Mit einem satten Distanzschuss traf Schick zum 1:0 (15.), und nach einer Kerim-Abane-Flanke köpfte er am zweiten Pfosten das 2:0 (41.). „Er ist ein Leader“, charakterisiert Trainer Schehl den kampf- und laufstarken linken Abwehrmann, dessen Qualitäten bereits morgen wieder gefragt sind. Denn da trifft der SVR in der dritten Verbandspokalrunde um 18.30 Uhr auf den Liga- und Nachbarschaftsrivalen SV Steinwenden. Hoppla! Gleich richtig krachen ließ es Dieter Lorenz zur Saisoneröffnung. Der Vollblutstürmer des FSV Krickenbach schoss in der Auswärtspartie beim SV Brücken II ein halbes Dutzend Tore und damit sein Team fast im Alleingang zum Sieg (8:4) und an die Tabellenspitze der C-Klasse Kusel-Kaiserslautern Süd. „Er ist einfach effizient vor dem Tor.“ So beschreibt der Krickenbacher Trainer Mike Englert den Goalgetter, der eine phantastische Trefferquote aufweist. Laut der von Englert geführten Statistik erzielte Lorenz in 69 Pflichtspielen für den FSV 75 Tore, also aufgerundete 1,09 Treffer je Partie. Dabei ist der 24 Jahre alte Strafraumstürmer in der Wahl seiner Mittel nicht festgelegt. Aus allen Lagen schießt und köpft er seine Treffer, ist auch stets zum Abstauben bereit und schnell bei der Sache. So brachte er sein Team beim SV Brücken II in den ersten fünf Minuten mit einem Doppelschlag 2:0 in Führung, schoss dann vor der Pause noch ein Tor und machte im zweiten Abschnitt das halbe Dutzend voll. Da das Heimteam immer wieder „dazwischenfunkte“, gelang Lorenz kein Hattrick, also drei Treffer ohne Unterbrechung. Was er aber bei sechs Toren locker verschmerzen konnte.

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