Kaiserslautern Nachspielzeit :

Was für ein Saisonauftakt für die TSG Kaiserslautern! Mit einem 3:1-Sieg über die SG NMH Niederkirchen starteten die Buchenlocher in die neue Fußball-Bezirksligarunde. „Wir haben die lange Durststrecke beendet“, zeigte sich der Spielertrainer des Lauterer Teams, Oliver Gies, erleichtert nach diesem „wichtigen Erfolg“. Diese Erleichterung ist nur allzu verständlich, wenn man bedenkt, welch bittere zwei Jahre hinter der TSG liegen. Zwei Abstiege in Folge haben natürlich am Selbstvertrauen der Buchenlocher genagt. „Vor dem Spiel gegen Niederkirchen haben wir nicht gewusst, wo wir stehen“, so Gies. Diese Ungewissheit lastet nach dem überzeugenden Auftritt gegen die SG nicht mehr auf dem Team. Vor allem Jannik Lutz setzte sich bei der Saisonpremiere stark in Szene. Der aus dem eigenen Nachwuchs kommende Stürmer schoss alle drei Treffer des Heimteams. „Wie ein alter Hase“, so Gies, habe der 19-Jährige mit einem „Flachschuss ins Eck“ das 1:0 erzielt. Auch bei 2:0 habe sich Lutz zielstrebig gezeigt und eiskalt vollstreckt. Seinen dritten Treffer schoss der Youngster per Direktabnahme und sorgte damit nicht nur für den 3:1-Endstand, sondern auch für Zuversicht bei der TSG. Es gab eine Menge überraschender Ergebnisse am ersten Spieltag der neuen Saison. Ungläubiges Staunen dürfte aber bei vielen das 0:9 der zweiten Mannschaft des VfR Kaiserslautern bei ihrem ersten Auftritt in der A-Klasse ausgelöst haben. Wie ist diese Klatsche des Aufsteigers beim TuS Steinbach zu erklären? Der Erbsenberger Trainer Reimund Haas nennt zwei Gründe. Zum einen sei seine Mannschaft auf „einen bärenstarken Gegner“ getroffen. Für Haas ist Steinbach Geheimfavorit in Sachen Meisterschaft. „Der TuS wird weit vorne mitspielen.“ Den anderen Grund für den total in den Sand gesetzten Saisonstart sieht der Coach in der Schwäche des eigenen Teams. So hätten seine Schützlinge „krasse Fehler“ am laufenden Band produziert. Das alles von der Linie mit ansehen zu müssen, so Haas, habe „richtig wehgetan“. Nach dem ersten Gegentreffer sei bei seiner Mannschaft nichts mehr gelaufen. „Die Spieler haben die Köpfe hängen lassen.“ Nach dem Steinbach-Desaster muss Reimund Haas seine Mannschaft aufrichten. Denn am Sonntag steigt die zweite Ligapartie, zu der die Erbsenberger den auch nicht gut gestarteten FC Erlenbach empfangen. Ein Auftakt nach Maß gelang dem FSV Krickenbach in der C-Klasse. Das Team von Trainer Mike Englert unterstrich mit einem Kantersieg beim FV Kindsbach II seine Titelambitionen. Mit 8:0 setzte es sich durch und hätte, so Englert, „auch zweistellig“ gewinnen können. Letzteres verhinderte der gute Kindsbacher Schlussmann, der vor allem in der ersten Halbzeit mit starken Paraden glänzte. Glanzvoll war auch der Einstand des vom SV Schopp zum FSV gewechselten Marco Lutz. In der vierten Minute lupfte er den Ball gekonnt über den Keeper und sorgte so für das frühe 1:0, dem er nur eine Minute später das 2:0 folgen ließ. Insgesamt brachte es Marco Lutz bei seinem Debüt im Krickenbacher Team auf vier Treffer. Aber Toreschießen ist nicht seine einzige Aufgabe beim FSV. Der Neue im Team ist auch noch Co-Trainer. „Wir beide ergänzen uns gut“, sagt Englert, dem in Kindsbach auch der Joker Leonard Kyureghyan eine Menge Freude bereitete. In der 70. Minute wechselte Mike Englert den wendigen Stürmer ein, und der dankte es seinem Trainer wenig später mit einem blitzsauberen Doppelpack.