Kaiserslautern Nachgehakt: Eine Posaune für Debesay aus Eritrea

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Erzhütten. Debesays Augen strahlen fast so hell wie das glänzende Metall der Posaune, als Bernhard Vanecek den Koffer öffnet, in dem das Instrument liegt. Dass der junge Eritreer jetzt ein Instrument hat, verdankt er der „Marktplatz Kaiserslautern“-Leserin Doris Krause.

Sie hatte im Bericht über eine Musiksession im Bürger-Büsing-Haus auf den Erzhütten erfahren, dass Debesay in Eritrea Posaune gespielt hatte, aber das Instrument nicht nach Deutschland mitnehmen konnte. Spontan entschloss sie sich, das Anfängerinstrument ihres Sohnes an Bernhard Vanecek weiterzugeben, der den jungen Mann unterrichten will. Nun ist Vanecek mit dem Instrument zur ersten Übungsstunde gekommen. Lange Zeit zum Strahlen hat Debesay dabei am Samstag nicht. Kaum ist das Instrument ausgepackt und zusammengesetzt, gibt Vanecek eine Basslinie vor, die der Eritreer mit dem Musiker spielt. Als der 17-Jährige den Rhythmus sicher beherrscht, geht Vanecek in die Melodie von „The Lion sleeps tonight“ über. Von der Musik angelockt, kommen immer wieder Bewohner des Hauses vorbei, darunter auch der Serbe Milos. Während er sich mit Vanecek über ein Tenorhorn unterhält, das der Musiker noch für ihn besorgen will, sucht Debesay etwas auf seinem Handy: Das Foto einer Marching-Band, die auf einer Straße in Barentu musiziert, in weißem Uniformrock, schwarzer Hose und Schirmmütze – und mittendrin Debesay. Jetzt kann er wieder musizieren und Vanecek plant, ihn in seine Band Heavy Bones in Mannheim zu integrieren. (pbü)

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