Kaiserslautern Nach Soko „Willy“ in Kaiserslautern: Landgericht verurteilt sieben Angeklagte
Nach dem Ermittlungserfolg der Soko „Willy“ hat das Landgericht Kaiserslautern jetzt sieben Angeklagte verurteilt, die zwischen Juli 2024 und März 2025 vor dem Rathaus mit Drogen gedealt haben – und zwar allesamt zu Freiheitsstrafen ohne Bewährung. Das teilen die Behörden in einer Pressemeldung mit. Demnach sprach das Landgericht die sieben Männer schuldig, auf dem Willy-Brandt-Platz mit Cannabis, Kokain, Ecstasy und Amphetaminen gehandelt zu haben. Wie die Richter feststellten, verkauften die Täter die Substanzen auch an Minderjährige, von „zahlreichen Fällen“ ist die Rede. Die 4. Strafkammer verurteilte die Dealer „je nach individueller Schuld und Tatbeteiligung“ zu Gefängnisstrafen zwischen 14 Monaten und sieben Jahren. Vier der Urteile sind rechtskräftig, gegen drei Entscheidungen wurde Revision eingelegt, so das Landgericht.
Hintergrund des Prozesses war eine über Monate vorbereitete Razzia der Staatsanwaltschaft, die sie im Frühjahr vollzogen hatte. In der Nacht auf den 27. März waren die Ermittler mit insgesamt 200 Leuten in Kaiserslautern, Mainz und im Rhein-Pfalz-Kreis ausgerückt, im Fokus: Rauschgiftkriminalität. Elf Wohnungen durchsuchte die im September 2024 gegründete Soko „Willy“. Ihre Aktion endete mit der Festnahme von neun dringend Tatverdächtigen – und der Beschlagnahmung eines neuen Autos, von Falschgeld-Blüten im Nennwert über 2500 Euro, zwei Baseballschlägern sowie zwei Kilogramm Cannabis. Die Staatsanwaltschaft warf den Männern banden- oder gewerbsmäßigen Drogenhandel vor.