Fußball
Nach Formkrise: SV Steinwenden will Klassenerhalt sichern
Beim SV Steinwenden tat zum einen die 0:5 Klatsche bei der TSG Bretzenheim im letzten Spiel sowieso schon durch die Höhe der Niederlage weh. Zum anderen verlor man ausgerechnet bei der einzigen Mannschaft aus dem Tabellenkeller, die dem SV Steinwenden im Kampf um den Klassenverbleib realistisch gesehen noch ernsthaft gefährlich werden kann. Nun geht es am Sonntag zum TuS Steinbach.
Der Vorsprung gegenüber den anderen Abstiegskandidaten ist trotz der zuletzt nicht sehr erfolgreichen Spiele noch komfortabel. „Das Spiel war der absolute Tiefpunkt unseres ohnehin schon schlechten Laufs. Wir haben unterirdisch gespielt und auch in dieser Höhe verdient verloren“, lautet die ernüchternde Bilanz von SVS-Trainer Meisenheimer nach dem Spiel. Der SVS verpasste die Gelegenheit, die Mainzer Vorstädter noch weiter zu distanzieren und quasi im direkten Duell den Klassenverbleib zu sichern. Stattdessen schmolz der Abstand, und Bretzenheim konnte seine Chance wahren und durch die Höhe des Sieges und die Art und Weise, wie er zustande kam, nochmal Auftrieb mitnehmen.
Spielfreies Wochenende kam gelegen
„Wir haben uns total unnötig selbst nochmal in Gefahr gebracht und nach Rüssingen zuhause den nächsten Konkurrenten stark gemacht. Wir haben jetzt die Spielpause intensiv genutzt, um die Niederlage in Gesprächen und auf dem Trainingsplatz aufzuarbeiten“, kam dem SVS laut Meisenheimer das spielfreie Wochenende sehr gelegen. Die Trainingsleistungen seien in der Woche gut gewesen.
Der vor der Jahreswende so erfolgreiche Saisonverlauf gab überraschenderweise keine Sicherheit. Im Jahr 2023 kam der Knick und der SVS will partout die magische 40 Punkte-Marke nicht überspringen. Momentan zehrt das Team immer noch vom Punktepolster der Vorrunde. Im Jahr 2023 steht nur ein Sieg auf der Habenseite. Das soll sich am Sonntag ändern. Meisenheimer sieht allerdings den Gegner trotz der deutlichen Niederlage beim FK Pirmasens am letzten Wochenende stärker als dies die Tabelle aussagt.
„Trotz des Saisonverlaufs ist Steinbach heimstark und man darf sie auf eigenem Platz nicht unterschätzen. Sie werden sich wehren und wollen ihren Fans zuhause immer etwas bieten. Aber wir wollen jetzt endlich auch den Sack zumachen und den Klassenverbleib in trockene Tücher bringen. Wir haben nichts zu verschenken“, macht Meisenheimer eine klare Ansage. Er glaubt jedoch, dass auch sein Team nichts geschenkt bekommt.