Kaiserslautern Nach dem Gips gibt’s Bronze

Ein erfolgreiches Paar: Luisa Laux von der RSG Barbarossa Kaiserslautern auf ihrem Schimmel Leopold.
Ein erfolgreiches Paar: Luisa Laux von der RSG Barbarossa Kaiserslautern auf ihrem Schimmel Leopold.

Es ist der bislang größte Erfolg in der Reiterkarriere von Luisa Laux. Die 14-jährige Kaiserslautererin gewann am Wochenende mit dem rheinland-pfälzischen Pony-Springreiterteam Bronze beim süddeutschen Ponyhallenchampionat im Landgestüt Zweibrücken. Und das, obwohl sie noch bis vor wenigen Tagen einen Gipsverband getragen hatte.

Laux startete in Zweibrücken mit dem 14-jährigen Ponywallach Leopold und mit ihrer 17-jährigen Ponystute Lady Sunshine. Schimmel Leopold musste bei den größeren Herausforderungen der leichten Klasse ran. Lady Sunshine drehte zwei fehlerfreie Runden auf A-Niveau, eine schöne Leistung für die Stute, die sich nach einer Verletzung wieder zurückgemeldet hat. Laux zeigte zum Auftakt der Einzelkonkurrenz am Freitag eine schöne Runde, handelte sich aber am vorletzten Sprung einen Abwurf ein. Am Samstag ließ das Paar das zweite Einzelspringen aus, um sich auf den Mannschaftswettbewerb zu konzentrieren. „Wir hatten entschieden, dass Leopold an dem Tag nur Mannschaft geht“, erklärte Landesspringtrainer Sepp Gemein. Nachdem im Teamspringen Charlotte Stuppi (Käshofen) eine fehlerfreie Runde für das Team Rheinland-Pfalz vorgelegt hatte, kassierte Naomi Himmelreich (Niederbrechen) gleich zwei Abwürfe. Sollte das Team noch eine Medaillenchance haben, musste Luisa Laux möglichst fehlerfrei durch den L-Parcours kommen. Das klappte nicht, am fünften Sprung fiel die oberste Stange. Weil auch die Konkurrenz patzte, waren Laux und Co. noch im Rennen um Edelmetall. Als Johann Wilwerscheid (Meckenheim) als vorletzter Starter der Konkurrenz in den Parcours ging war klar, dass er höchstens einen Fehler haben darf, um eine Medaille nicht zu gefährden. Mit vier Strafpunkten beendete er seinen Ritt, die Rheinland-Pfälzer hatten Bronze in der Tasche. „Luisa hat das super gemacht“, lobte Gemein. Vor zwei Wochen war Laux beim Landesponyturnier am letzten Sprung vom Pferd gefallen, seither hatte sie den Arm in Gips. „Da hatte sie versucht etwas zu reiten, was nicht ging“, bemerkte Gemein mit Blick auf das Missgeschick. In Zweibrücken ritt sie, was ging, und erwies sich als Stütze des Teams. „Ich bin sehr zufrieden und habe meine Ziele hier mehr als übertroffen“, berichtete die 14-Jährige, die für die RSG Barbarossa Kaiserslautern startet, und strahlte über das ganze Gesicht. Seit Herbst 2017 reitet Luisa Laux Leopold, die Bronzemedaille bei den Süddeutschen in Zweibrücken ist ihr bislang größter Erfolg. Am Sonntag ritt Luisa Laux mit ihrem Schimmel Leopold im L-Springen auf Rang sieben, ein Abwurf verhinderten eine bessere Platzierung. „Er hat drei konstant gute Runden gezeigt“, lobte sie ihren Sportpartner. Luisa Laux, die „schon immer“ reitet, wie sie lachend betont, ist sehr vielseitig. Bei Turnieren sattelt sie nicht nur ihre beiden Ponys, sie reitet auch zwei Großpferde in Spring- und Dressurprüfungen. Eine Menge dreht sich bei der 14-Jährigen um die Vierbeiner, aber nicht alles. Auf die Frage nach weiteren Hobbys sagte die junge Reiterin keck: „Ich habe noch ganz viele.“

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