Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel „Mutige Spätlese“ musiziert für Alex-Müller-Heim-Bewohner

Über 300 Lieder im Repertoire: die Musiker der „Mutigen Spätlese“.
Über 300 Lieder im Repertoire: die Musiker der »Mutigen Spätlese«.

Auf „Die mutige Spätlese“, eine Gruppe Hobbymusiker aus dem Landkreis und der Stadt, dürfen sich die Bewohner im Seniorenhaus Alex Müller der Arbeiterwohlfahrt wie jeden Dienstag auch in dieser Woche wieder freuen. Nach einer langen, durch Corona bedingten Abstinenz kann die Gruppe an der Donnersbergstraße inzwischen wenigstens im Außenbereich wieder für die Senioren musizieren.

„Die Leute freuen sich, wenn wir kommen, sie kennen unsere Gesichter und winken uns zu“, schildert Erich Bernhard aus Ramstein. Er spielt Akkordeon und gehört seit zweieinhalb Jahren zur Truppe. Mit ihm musizieren momentan insgesamt acht Männer und Frauen aus Erlenbach, Enkenbach, Mehlingen, Miesenbach, Ramstein und Kaiserslautern. Die Instrumente – drei Akkordeons, je eine Mandoline, Gitarre, Flöte und ein Kontrabass sind ähnlich vielfältig wie das Alter der Musikanten. Der Älteste ist bereits 87 Jahre alt und spielt Mundharmonika, der Jüngste ist 60.

Zusammengekommen sei die „Mutige Spätlese“ durch Mundpropaganda, schildert Bernhard. Den Anfang habe Gisela Weiler mit ihrem Akkordeon gemacht. Sie habe zunächst alleine im Seniorenhaus musiziert. Mit der Zeit sei der Kreis dann immer größer geworden. Auch das Programm kann sich demnach sehen, beziehungsweise hören lassen. „Wir haben mindestens 300 Lieder im Repertoire“, so Bernhard. Bekannte Schlager und Volkslieder – jedenfalls genug Abwechslung für ein mit Pausen zweieinhalbstündiges Nachmittagsprogramm. Mit Michael Christoph hat die „Spätlese“ ein Mitglied dabei, das sich auch um die Texte und Noten kümmert.

Bis Anfang März war es üblich, dass die Musiker im Inneren des Seniorenheims für die Bewohner musizierten. Dort bekamen diese Texte und Noten vor sich auf ihre Tische gelegt. Dann war nämlich Mitsingen angesagt. Dieses Angebot wurde auch sehr gerne angenommen, schildert der Akkordeonist.

Doch dann war erst einmal für beide Seiten coronabedingt Pause, bis die Heimleitung Anfang Mai wegen einer Wiederaufnahme ihres Konzerts bei der „Mutigen Spätlese“ anfragte. Wenn die Musiker sich seither im Freien in der Pausenanlage zusammenfinden, freuen sich die Bewohner, sie wenigstens von ihren Balkonen und Fenstern aus wieder erleben zu dürfen.

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