Kaiserslautern / Sembach Mordprozess: Angeklagter gibt Tat zu
Am dritten Verhandlungstag im Mordprozess gegen einen Mann hat sich der Angeklagte über einen seiner Verteidiger zur Sache eingelassen. Dabei gab er unumwunden zu, was die Staatsanwaltschaft ihm vorwirft, nämlich seine von ihm getrennt lebende Ehefrau am Morgen des 23. Februar in Sembach (Kreis Kaiserslautern) durch zahlreiche Pistolenschüsse getötet zu haben, nachdem er zuvor absichtlich deren Auto gerammt hatte.
Eigentlich habe er sich vor den Augen seiner Frau selbst erschießen wollen. Nachdem er ihr Auto mit seinem Mercedes gerammt gehabt habe, sei er daher ausgestiegen und auf die Fahrerseite des Smart zugelaufen. Dann habe er sich die Pistole an die Schläfe gesetzt und abgedrückt. Es sei aber kein Schuss losgegangen. Nun habe er sich der vielen Demütigungen durch seine Frau erinnert und spontan beschlossen, sie mit in den Tod zu nehmen. Er habe zwölf Mal in kurzer Abfolge vor dem Pkw der Frau stehend abgedrückt. Als er sich dann die Pistole ein zweites Mal an die Schläfe gesetzt und abgedrückt habe, sei das Magazin leer gewesen.
„Nach der Tat erleichtert und befreit gefühlt“
Nach der Tat habe er sich erleichtert und befreit gefühlt, habe die Pistole in seinen Wagen gelegt und sei zum Haus seines Vaters gelaufen, wo er auf die Polizei gewartet habe. Heute stehe er vor den Trümmern seines Lebens. Seine Frau aber liebe er immer noch.