Kaiserslautern
Mitglieder des Leo Clubs bauen ein Insektenhotel für den Volkspark
Es scheint, als halte ihn der Umgang mit der Jugend jung. „Ich fühle mich sehr wohl“, sagt Wilfried Gödde mit seinen 66 Jahren. Seit 1999 ist das Mitglied des Lions Club Kaiserslautern „Leo-Beauftragter“, Mittler zwischen dem Lions Club und dem Leo Club, der Jugend der Wohltätigkeitsorganisation. Als solcher nimmt er an den Sitzungen des Nachwuchses teil und unterstützt die Jungen bei ihren Aktionen. Gefallen hat dem ehemaligen Konzertmeister beim SWR die Idee, ein Insektenhotel zu bauen und auf einer öffentlichen Fläche aufzustellen. Mit Eifer hätten sich die Leos, überwiegend Studierende der Technischen Universität und der Hochschule Kaiserslautern, an die Arbeit gemacht.
Im Baumarkt haben sie sich die nötigen Materialien besorgt und ein Insektenhotel in Form eines Schrankregals gebaut. Zusammen mit dem Grünflächenamt wurde ein Standort im Volkspark ausgemacht, ein Fundament gegossen und das „Hotel“ aufgestellt. Da die Fächer der Holzkonstruktion vorerst noch leer geblieben seien, hätten Besucher den Rohbau schon mal mit einer Art Tauschbörse verwechselt und diverse Gegenstände darin platziert, berichtet Wilfried Gödde.
Zwischenzeitlich seien alle Etagen der Nisthilfe für Bienen und sonstige Nützlinge wie Marienkäfer, Wespen und Schmetterlinge mit den notwendigen Materialien wie Baumscheiben, Holzwolle, Pflanzenstängeln und Stroh gefüllt. Die Vorderseite ist komplett mit einem Drahtgeflecht überzogen.
Wie Moritz Erdmann, der frühere Präsident des Leo Clubs, schauen Mitglieder regelmäßig nach dem Rechten. Für den jungen Wirtschaftsingenieur ist das Insektenhotel ein Beispiel, wie sich die Jugendorganisation des Lions Club neben Hilfsaktionen für Not leidende Menschen auch für das Ökosystem einsetzt. Insekten seien vielfach bedroht. Gleichzeitig dienten sie anderen Arten als Nahrung. Für Pflanzen sei eine Bestäubung durch Insekten unverzichtbar, verweist Moritz Erdmann auf die Bedeutung von Insektenhotels.