Kaiserslautern Mit Salz auf Kurs Richtung Meisterschaft
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Täglich 30, 40 Rennfahrer trainieren die Woche über schon auf dem 2,5 Kilometer langen und erprobten Rundkurs unterm Falkenstein in Queidersbach. Wohl heute werden die professionellen Teams wie Stevens Racing Team und Focus CX mit ihren Wohnmobilen anreisen. Am Samstag und Sonntag fallen dann elf Entscheidungen in neun Rennen bei den deutschen Cyclocross-Meisterschaften.
„Der Countdown läuft“, sagt Andreas Märkl angestrengt. Beinahe rund um die Uhr lebt der Chef des Pfälzischen Radfahrerbundes für diese Titelkämpfe. Sein Bruder Patrick, Chef des RSC Linden, und Werner Gries, der Vorsitzende des FC Queidersbach und all ihre Helfer arbeiten unermüdlich für den Erfolg. Das Programmheft musste erstellt werden, die Startnummern eingetütet werden und, und, und. Am meisten Arbeit aber erforderte der Kurs. 2,5 Kilometer lang ist er, mit einem recht schwierigen Anstieg über eine Treppe hinauf zum Falkenstein. Flatterbänder weisen ihn aus. Das Hauptproblem: das Wetter. „Wir haben Schnee gekriegt, das kann schwierig werden“, sagt Andreas Märkl. Die Strecke darf nur nicht glatt werden. Einer, der die Ruhe in Person ist, ist Udo Bölts, der das Planungsteam verstärkte. Der Heltersberger profitiert von seiner Erfahrung. „Der Donnerstag wird wettertechnisch der entscheidende Tag“, sagt er. Am Freitag soll der Chef der Kommissäre, Stefan Rosiejak, die Strecke abnehmen. Er geht da sicherlich anders vor als Bölts es von den Rennen in Belgien erzählt: „Dort sind das Wetter und der Untergrund überhaupt kein Thema. Was man in Belgien nicht fahren kann, wird gelaufen, fertig“, sagt Bölts. In Deutschland spielt die Sicherheit eine etwas größere Rolle. Aber Udo Bölts ist sehr zuversichtlich: „Wir tun alles für eine sehr gute Strecke. Wir hatten am Dienstag schon ein paar Eisplacken, dann haben wir gestreut und gesehen, dass das gut geht. Mit dem Salz war der Kurs sofort frei.“ In allen Rennen wird in der Straße „Auf der Heide“ gestartet, dann geht es zunächst um den Rasenplatz des FC Queidersbach, von dort auf den Hartplatz, unter der Brücke durch und über die Brücke drüber und hinauf in den Wald. „Der Kurs ist technisch nicht so anspruchsvoll wie andere, aber je nach Belag kann’s schon schwierig werden. Man wird schon richtig Kondition brauchen“, prophezeit Bölts. Der Renntag am Samstag beginnt um 9.30 Uhr mit einem 30-Minuten-Rennen der Seniorenklasse „Masters 3“. Vier weitere Rennen mit weiteren fünf Entscheidungen folgen, Höhepunkt des Samstags ist das 50-Minuten-Rennen der U23 (Start um 14.50 Uhr). Am Sonntag beginnen die „Masters 2“ um 10 Uhr. Die Frauen (11.20 Uhr) und die Junioren U19 mit dem aussichtsreichen Lokalmatadoren Niklas Märkl, dem Coverboy der Plakate und Programmhefte, folgen um 13 Uhr, das einstündige Eliterennen beschließt um 14.30 Uhr die Veranstaltung. Das Ausrichtertrio ist auf das Zuschaueraufkommen bestens eingestellt. Parkraum wird es genug geben. Ein großzügiger Expo-Raum für Rad-artikelaussteller und ein Gastronomiebereich gehören dazu, die Zuschauer werden von den Freiwilligen Feuerwehren geleitet. Sicherlich am interessantesten ist es beim Aufstieg in den Wald, weil man von dort aus Vieles überblicken kann. Der Depot-Bereich, in dem die Räder gewechselt werden können, ist nicht zugänglich.