Kaiserslautern Mit Heimstärke Platz zwei festigen
Mit der HSG Kastellaun/Simmern empfängt der TuS Dansenberg am Samstag (20 Uhr) den vor Saisonbeginn am stärksten einzuschätzenden der insgesamt vier Aufsteiger in die Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.
Die wahre Leistungsstärke der Hunsrücker an ihrem aktuellen Tabellenplatz festzumachen, wäre ein großer Fehler. Mit 2:6 Punkten rangiert das Team auf Rang zwölf, aber mit ein wenig mehr Glück hätte es auch schon deutlich weiter vorne stehen können. Dass keine der bislang drei Niederlagen mit mehr als zwei Toren Differenz ausfiel, ist ein Beleg dafür, dass die Mannschaft sich schnell an das raue Klima in der vierthöchsten Spielklasse gewöhnt hat und durchaus in der Lage ist, auch Schwergewichten wie Spitzenreiter SF Budenheim Paroli zu bieten. Beim 26:28 gegen die starken Rheinhessen hielt die HSG bei ihrer Oberligapremiere von Beginn an mit und wusste auch spielerisch zu gefallen. Dem klaren 28:18-Erfolg im ersten Heimspiel gegen die TSG Friesenheim II folgte eine knappe 20:21-Niederlage beim TV Nieder-Olm. Obwohl das Rheinland-Derby gegen Vallendar jüngst mit 29:31 verloren ging, stellte die mit zahlreichen Ex-Profis gespickte Mannschaft auch in diesem Spiel unter Beweis, dass sie sich vor keinem Gegner verstecken muss. Dansenberg geht dennoch als Favorit in die Partie. Dass die Westpfälzer zu Hause eine Macht sind, dürfte sich inzwischen auch bis in den Hunsrück herumgesprochen haben. Der TuS verlor in der vergangenen Saison nur zwei Heimspiele: gegen die VTZ Saarpfalz (28:29) und gegen Illtal (29:32). Am Ende sprang Platz sechs heraus. Und damit die beste Platzierung seit der Rückkehr in die Oberliga RPS. Ein Saisonziel haben die Lauterer bislang noch nicht ausgegeben. Das Credo, von Spiel zu Spiel zu denken, hat sich bislang bezahlt gemacht. Mit 7:1 Punkten rangiert das Team um Toptorjäger Steffen Kiefer auf dem zweiten Tabellenplatz und peilt gegen die HSG den vierten Sieg in Folge an. Die Handschrift von Trainer Jürgen Hartz, der das Team vor Saisonbeginn übernommen hat, ist mittlerweile klar zu erkennen. Der Ex-Nationalspieler strahlt an der Seitenlinie sehr viel Ruhe aus und wirkt selbst bei Rückständen äußerlich gelassen. Das überträgt sich auf die Mannschaft, die gegen Worms einen Neun-Tore-Rückstand wettgemacht und kürzlich beim 28:25-Erfolg in Merzig ihre erste Feuertaufe mit Bravour bestanden hat. (kkm)