Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Frischzellenkur die Lokale erhalten

Der Springbrunnen sprudelt, die Finanzen im St. Martin nicht.
Der Springbrunnen sprudelt, die Finanzen im St. Martin nicht.

Zwei Wahrzeichen der Stadt stehen vor dem Aus. Eine Umstrukturierung ist nötig. Mit neuem Konzept lässt sich die Zukunft meistern.

Bei der Frage, wo das Zentrum des Lauterer Altstadtlebens liegt, muss man nicht lange überlegen: Der Martinsplatz ist Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste. Unter Kastanien lässt es sich bei Springbrunnengeplätscher angenehm speisen wie auch feiern. Und im Simpel haben schon Studentengenerationen ihre Nächte verbracht.

Dass diese Lokale verschwinden, wäre ein Verlust für die Stadt. Deshalb ist es gut, dass alle Beteiligten eine Fortführung anstreben. Doch ohne einige grundlegende Änderungen geht es nicht. Wer überleben will, muss sich den Trends anpassen und gut wirtschaften. Das Simpel hat Patina angesetzt. Im St. Martin kann vor allem die Küche eine Verschlankung gebrauchen: Weniger Auswahl ermöglicht bessere Qualität und es würde effizienter. Auch schmerzliche Schritte sind wohl unvermeidbar: Muss die Küche durchgehend offen sein? Wie viel Personal ist nötig?

Einen Leerstand wird es kaum geben: Dazu ist die Lage zu gut.

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