Handball
Michel Fiedler läuft in heimatlichen Gefilden zu Höchstform auf
Mit Jonas Dambach, der vor Saisonbeginn geholt wurde, um die vakante Stelle von Robin Egelhof (Kreuzbandriss) zu besetzen, hatte sich nach dem seit Anfang Oktober fehlenden Torben Waldgenbach (Mittelhandbruch) im Vorfeld ein weiterer Leistungsträger abgemeldet. Ob sich der am Ellenbogen verletzte Dambach einer Operation unterziehen muss, steht noch nicht fest. Dass er in den kommenden Wochen definitiv ausfallen wird, hingegen schon. Trainer
Frank Müller, der im bisherigen Saisonverlauf schon oft improvisieren musste, begann mit Last-Minute-Neuzugang Luca Steinführer auf Halbrechts. Es war ein Schachzug, der sich auszahlen sollte. Der eigentlich auf Rechtsaußen beheimatete Oberliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison fügte sich auf der für ihn ungewohnten Position nahtlos ein und avancierte prompt zum besten Schützen. Mit sieben Toren, davon zwei per Siebenmeter, stellte Steinführer seinen Wert für die Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis.
Kühlen Kopf bewahrt
In Topform präsentierte sich auch Torwart Michel Fiedler: Der 19-Jährige wehrte insgesamt 15 Bälle ab und brachte es auf eine Fangquote von über 40 Prozent – ein absoluter Spitzenwert. Die Müller-Sieben war von Beginn an gut im Spiel und legte schon früh den Grundstein zum dritten Saisonsieg. Dansenberg zog über 4:1 auf 10:6 (19.) davon und ließ sich auch durch einen 3:0-Lauf der Gastgeber zum 9:10 (23.) nicht aus der Bahn werfen. Die Schwarz-Weißen behielten kühlen Kopf und bauten ihre Führung bis zur Pause wieder auf vier Tore aus (15:11/30.). Der Tabellenvorletzte ließ sich jedoch nicht abschütteln und war beim Stand von 16:17 (42.) wieder in Schlagdistanz.
Ein Doppelschlag von Fabian Serwinski, dem Spielmacher Jan Claussen einen weiteren Treffer folgen ließ, setzte der Aufholjagd ein jähes Ende. Näher als bis auf drei Tore kam der Aufsteiger jetzt nicht mehr heran und musste sich schließlich klar geschlagen geben.
Ein Sonderlob
„Wir haben über 60 Minuten sehr, sehr diszipliniert gespielt und wenig technische Fehler gemacht. Es war eine Mannschaftsleistung, aber dennoch muss man Michel Fiedler heute etwas hervorheben, der in Phasen, wo das Spiel hätte kippen können, gut pariert hat“, analysierte Müller. Fiedler, der aus der Nähe von Pohlheim stammt, hatte sich in den heimischen Gefilden zu seiner bislang besten Saisonleistung aufgeschwungen und somit das Sonderlob seines Trainers vollauf verdient. Nach dem dritten Spiel in Folge ohne Niederlage darf der TuS Dansenberg den Blick trotz der aktuell schwierigen Personalsituation wieder zaghaft nach oben richten. Nach RHEINPFALZ-Informationen ist bald mit mindestens einem weiteren Neuzugang zu rechnen.
Marco Holstein saß nach überstandenem Bänderriss in Pohlheim erstmals wieder mit auf der Bank. Dem Einsatz des Eigengewächses im Heimspiel am Freitag (20 Uhr) gegen den VfL Gummersbach II sollte nichts im Weg stehen.
So spielten sie
TuS Dansenberg: Fiedler/Lüpke (Tor), Steinführer (7/2), Bösing (5), Claussen, T. Holstein (je 4), Dietrich (3), Serwinski (3/1), Reitemann (2), Dettinger, M. Holstein