Kaiserslautern Michael Werner stellt sein „Hiwwe wie Driwwe“-Buch vor
„Hiwwe wie Driwwe“ ist mittlerweile zu einer Marke geworden: So heißt nicht nur die Zeitschrift über pennsylvanisch-deutsche Kultur, die der Sprachwissenschaftler Michael Werner seit 1997 herausgibt. Es ist auch ein Buch unter dem Titel entstanden sowie ein Film der Landauer Regisseure Christian Schega und Benjamin Wagener, der nun auch fortgesetzt wird. „Hiwwe wie Driwwe zwää – Als ob emol ned gelangt hät“ läuft ab 18. April in den Kinos. Erneut geht es dabei um eine Spurensuche nach der pfälzischen Sprache und kulturellen Gemeinsamkeiten in Deutschland und Amerika, wohin einst viele Pfälzer ausgewandert waren.
Nun kommt Michael Werner nach Kaiserslautern, um sein Buch „Hiwwe wie Driwwe – Der Pennsylvania Reiseverführer“ vorzustellen. Die Lesung wird mit viel Musik untermalt. Sie findet statt am Dienstag, 19. März, um 19 Uhr in der Pfalzbibliothek Kaiserslautern, Bismarckstraße 17 (Eintritt frei, Parken im Hof möglich).
Warum jagt „der Butzemann“ kleine Kinder?
Werner berichtet ausführlich und humorvoll über die kulturelle Verbundenheit unserer Region mit dem Pennsylvania Dutch Country. Wer als Pfälzer, Rheinhesse, Kurpfälzer, Saarpfälzer, Lothringer oder Nord-Elsässer mehr über seine kulturellen Wurzeln erfahren möchte, sollte nach Pennsylvania reisen, empfiehlt Werner: Dort habe sich in Sprache und Bräuchen über 300 Jahre erhalten, was hier durch Kriege und Industrialisierung längst vergessen ist. Der Experte beschäftigt sich mit einer Menge Fragen: Warum etwa jagt „der Butzemann“ kleine Kinder? Warum bespricht man Warzen? Und aus welchem Grund hätte der Hollywood-Film „Groundhog Day“ auch in der Pfalz spielen können? Auch um Zaubersprüche soll es gehen und darum, was Elwedritsche wirklich sind. rhp/ütz