Kaiserslautern Martinskerwe: Erlös kommt der Innensanierung zugute

Am Stand des Fördervereins St. Martin präsentiert Pfarrer Andreas Keller (rechts) eine Schieferschindel vom Dach der Martinskirc
Am Stand des Fördervereins St. Martin präsentiert Pfarrer Andreas Keller (rechts) eine Schieferschindel vom Dach der Martinskirche als Baustein zur Finanzierung der bevorstehenden Innenrenovierung der Kirche.

Die Pfarrwiese von St. Martin war am Sonntag ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Zum 49. Mal ging dort die Martinskerwe über die Bühne.

Mit dem Satz „Wir haben mal wieder Kaiserwetter“ erinnerte Bürgermeister Manfred Schulz bei der Eröffnung an den früheren und 2023 verstorbenen Pfarrer der Martinspfarrei, Norbert Kaiser. Seit 49 Jahren sei die Martinskerwe das „größte Pfarrfest in der Pfalz“ und ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt. Nicht umsonst hätten die Gründungsväter das Kirchweihfest auf den ersten Sonntag im September gelegt. „Das Fest sollte doch bei gutem Wetter stattfinden.“ An die Besucher appellierte Schulz, für einen guten Zweck zu essen und zu trinken. Denn der Erlös des Festes komme der bevorstehenden Innensanierung der Martinskirche zugute. Mit einem Toast ließen Schulz und Pfarrer Andreas Keller die Martinskerwe hochleben.

Eritrea und die Philippinen sind dabei

Unter weißen Zeltdächern und schmucken Informations- und Essensständen bot sich den Besuchern im Pfarrgarten eine kleine, bunte Oase zum wohlfühlen. Für jeden Geschmack war der Mittagstisch gedeckt. Am Stand der eritreischen und an dem der philippinischen Gemeinde duftete es nach traditionellen Speisen ihrer Heimatländer. Gebratener Reis, Frühlingsrollen und frisches Gemüse bestimmten die Auswahl. Bei der Zubereitung kamen die Männer um Joe Hunsinger ins Schwitzen. Sie bereiteten bereits in aller Frühe eine Erbsensuppe zu. Im großen Kessel und auf Holzfeuer gekocht, machte die würzig duftende Suppe Appetit auf ein traditionelles Festessen. Mit bekannten Melodien unterhielt das Kolpingblasorchester Kaiserslautern unter der Leitung von Richard Tebuckhorst.

Beschriftete Schieferziegeln vom Kirchendach

Ansprechend gestaltet und für einen guten Zweck herausgeputzt präsentierte sich der Förderverein St. Martin und der Eine-Welt-Verkauf. Während Benedicte Becht beschriftete Schieferziegeln vom ehemaligen Dach der Martinskirche als Bausteine für die bevorstehende Innenrenovierung anbot, freute sich Dorothea Fuchs über Spenden für die Partnergemeinden in Ruanda und Uruguay. Nicht zu kurz kam die Jugend. Im Schatten großer Laubbäume luden die Kindertagesstätte St. Martin und die St.-Georgs-Pfadfinder zu Spiel, Spaß und Zuckerwatte ein.

Im vorausgegangenen Festgottesdienst unter dem Thema „Meine Kirche – mein Glaube“ lud Pfarrer Andreas Keller zum Nachdenken darüber ein, was Kirche ausmacht. Nur als lebendige Steine machten Menschen Kirche zu einem lebendigen Haus, zu einer dienenden Gemeinschaft, so der Pfarrer. Als Nachfolgerin von Gemeindereferentin Marlies Gehrlein führte Keller Pastoralreferentin Anja Resch mit einer halben Stelle in der Pfarrei Heiliger Martin in ihr neues Amt ein.

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