Fussball
Mühsamer Pflichtsieg, Kiefabers Dreierpack und Prügel für Alsenborn
SV Schopp - SV Rodenbach 0:2 (0:1). Es war ein mühsamer Sieg über einen klassentieferen Gegner, der nicht eine seiner vielen Torchancen zu nutzen verstand. „Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt“, stellte der Spielertrainer der Rodenbacher, Andreas Gaebler, lakonisch nach der bei drückender Hitze geführten Partie fest und fand, dass sein Team schwer ins Spiel gekommen sei.
Nach acht Minuten der erste Treffer
Aber doch besser als das in der Bezirksliga spielende Heimteam. Denn bereits nach acht Minuten brachte Jan-Erik Schröder mit einem Strafraumschuss die Gäste in Führung. Und vier Minuten später fehlte nicht viel, und der Torschütze hätte zum zweiten Mal getroffen. Sein Schuss strich nur knapp am langen Eck vorbei. Da die Rodenbacher Viererabwehrkette konzentriert zu Werke ging, ereignete sich in der ersten halben Stunde im Rodenbacher Strafraum nichts, was auch nur im Entferntesten an Torgefahr erinnerte. Die Gäste schienen auf einen problemlosen Sieg hinzusteuern.
Die Schopper Serie
Aber das änderte sich schlagartig, als der Schopper Stürmer Mario Forster nach einem beherzten Flügelangriff im Strafraum zum Abschluss kam, den gut reagierenden Rodenbacher Keeper Karsten Köpke aber nicht zu überwinden vermochte. Das war der Auftakt zu einer Serie von Schopper Tormöglichkeiten. So verfehlte danach Tobias Kiefer (42.) nach Forsters Zuspiel mit einem Seitfallzieher knapp den Kasten, und als er sich in der 53. Minute gegen Gaebler und den herauslaufenden SVR-Schlussmann durchgesetzt hatte, war sein Schuss auf das leere Tor aber so schwach, dass Norman Klug den Ball noch vor der Linie erreichen und klären konnte.
Noch einen drauf setzte das glücklose Schopper Stürmerduo, als Forster, diesmal zur Abwechslung von Kiefer mit einem klugen Pass in Szene gesetzt, die Kugel aus kurzer Distanz an die Latte donnerte (73.). Die Strafe für diese vergebenen Großchancen ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Konter über die rechte Seite passte der schnelle Jannick Straßer zu Marco Heieck, der in diesem Moment seine Torjägerqualitäten demonstrierte und mit dem Treffer zum 2:0 den Sieg der Rodenbacher perfekt machte (80.).
Gut geschlagen?
Glückliches Ende für die Gäste und ein enttäuschendes für die Gastgeber. Deren Trainer Sebastian Lensch stellte in seinem Resümee fest, dass sich sein Team „gut geschlagen“ habe und das Spiel eigentlich hätte gewinnen müssen. Eigentlich schon. Aber wenn man so viele Torchancen vergeigt, wird es mit dem Siegen schwierig.
FV Weilerbach - VfB Reichenbach 2:6 (0:5). Lange Zeit hatte das mit Spannung erwartete Pokal-Derby eher den Charakter eines Testspiels. Zu klar die Rollenverteilung, zu effektiv die Gäste. Erst in den zweiten 45 Minuten wehrte sich der Bezirksligist gegen den bis dato haushoch überlegenen Landesligisten.
Drei Tore in acht Minuten
Reichenbach, von Beginn an um Spielkontrolle bemüht, kam nach einer Viertelstunde richtig ins Rollen und entschied die Partei mit drei blitzsauberen Toren innerhalb von nur acht Minuten. Der glänzend aufgelegte Nico Kiefaber profitierte bei seinem Führungstreffer (11.) von einem Traumpass des überragenden Andreas Bahr. Der Kapitän und Taktgeber im Gäste-Mittelfeld gefiel nicht nur als Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff, sondern war an nahezu allen gefährlichen Aktionen seiner Mannschaft beteiligt. Spätestens nach Kiefabers 0:2 (14.) und Bahrs sattem Flachschuss zum 0:3 (19.) war der Widerstand der Weilerbacher gebrochen. Reichenbach ließ Ball und Gegner laufen, wartete aber bis kurz vor der Pause, um die Treffer vier (41.) und fünf (45.) folgen zu lassen. Erneut Kiefaber sowie der lange Zeit in seinem Schatten stehende Sturmpartner Valter Almeida trafen zum klaren Halbzeitergebnis.
Der Lohn
Die erste echte Torchance verzeichnete Weilerbach in der 54. Minute, als Weilerbachs einzige Spitze Nico Hammel frei vor Gästekeeper Jannik Even auftauchte, dieser aber glänzend parierte. Nach einer Stunde dann der Lohn für das deutlich engagiertere Auftreten der Weilerbacher: Jonas Brotzeits Heber wurde länger und länger, ehe er sich ins Toreck senkte. Doch das Aufbegehren der Einheimischen blieb nur von kurzer Dauer. Ganze sieben Minuten danach traf Almeida per Kopf nach einer Ecke. Leichtes Spiel für den Routinier. Für den Endstand sorgte in der 71. Minute Nico Hammel mit einem sehenswerten Aufsetzer aus der Distanz.
Kartenspiel
Dass sich seine Spieler in der Schlussphase noch einige unnötige Karten wegen Meckerns und übereifrigem Reklamierens abholten, dürfte Trainer Frank Weber nicht verborgen geblieben sein. Er gastiert mit seinem Team bereits am kommenden Mittwoch in der ersten Runde des Verbandspokals beim Bezirksligisten SV Nanz-Dietschweiler.
SV Alsenborn - FC Phönix Otterbach 0:9 (0:2). So muss sich in dieser Woche der FC Barcelona gefühlt haben. In der letzten Saison noch gemeinsam in der A-Klasse am Start, bezog der SVA gegen den Bezirksliga-Aufsteiger aus Otterbach in der Qualifikationsrunde zum Verbandspokal mächtig Prügel. Verlief die erste Halbzeit vor 160 Zuschauern noch halbwegs ausgeglichen, hatten die Alsenborner nach dem Wechsel ihrem spielerisch überlegenen Gegner überhaupt nichts mehr entgegenzusetzen.
Denkwürdiges Spiel
Yannick Hach (39.) sorgte für die knappe Pausenführung der Gäste. Die große Chance zum Ausgleich vergab Benny Krauß für Alsenborn, ehe Andreas Ditscher im Gegenzug zur 2:0-Gästeführung einnetzte. Ditscher war es auch, der mit seinem zweiten Treffer in der 57. Minute für klare Verhältnisse sorgte. Per Strafstoß erhöhte Maximilian Stranz zum 0:4 (71.), bevor Norman Riedl (73.), neuerlich Stranz (78.) und Leander Gerhards (80.) dem Kantersieg endgültig scharfe Konturen verliehen. Nach Riedls Treffer zum 0:8 (85.) sorgte Lukas Schreeb (90.) für den Schlussakkord eines denkwürdigen Pokalspiels, in dem sich Alsenborn sehr früh in sein Schicksal ergeben hat. Die Phönix empfängt am Mittwoch in der ersten Pokalrunde den Landesligisten VfR Kaiserslautern.