Kaiserslautern Linke-Stadtverband schlägt Impfungen in Fußgängerzone und vor Supermärkten vor

Die Linke fordert, dass, um Ungeimpfte zu erreichen, das Impfen dort stattfinden müsse, wo sie leben und ihren Alltag organisier
Die Linke fordert, dass, um Ungeimpfte zu erreichen, das Impfen dort stattfinden müsse, wo sie leben und ihren Alltag organisieren.

„Wir brauchen jetzt eine solidarische Impfkampagne“, fordert Lena Edel, Stadtverbandsvorsitzende der Partei Die Linke. „Der Slogan muss lauten: Impfen jetzt. Wir bringen Kaiserslautern über 90 Prozent.“ Stattdessen sei die Politik damit beschäftigt, von ihrem Versagen abzulenken.

Trotz exponentiell steigender Corona-Inzidenzen werde in Kaiserslautern am Weihnachtsmarkt festgehalten und immer noch für den verkaufsoffenen Sonntag inklusive Schnäppchenjagd geworben, kritisiert Edel. Zwar öffne das Impfzentrum wieder und ein Impfbus komme „ab und an mal in die Stadt“, dennoch sei die Diskussion um „eine von oben angeordnete Impfpflicht im vollen Gange“. Doch die Ungeimpften alleine für die momentane Situation verantwortlich zu machen, sei laut der Linken-Stadtverbandsvorsitzenden „nicht angemessen“. Die Diskussionen über Ungeimpfte und eine Impfpflicht scheine, so Edel, „vor allem deshalb initiiert, um vom Versagen der Politik auf Bundes-, Landes-, aber auch auf kommunaler Ebene abzulenken“.

Edel: „Warum gibt es keine Impfcontainer in der Fußgängerzone?“

Gleichzeitig räumt Edel ein: „Es stimmt. Viel zu viele sind ungeimpft. Die Impfrate sollte sehr viel höher liegen.“ Doch unter den Menschen, die sich bisher nicht haben impfen lassen, seien die meisten keine Impfverweigerer, „die sich in ihrer Haltung auf politisch reaktionäre oder esoterische Gedankengebilde beziehen“. Stattdessen seien viele Menschen „einfach nicht mitgenommen“ worden. „Einige sind sozial so abgehängt, dass sie abgeholt werden müssen“, sagt Edel. Sie fordert, dass, um diese Menschen zu erreichen, das Impfen dort stattfinden müsse, wo sie leben und ihren Alltag organisieren. Dazu brauche es dezentrale Impfteams. Edel: „Warum keine Impfcontainer in der Fußgängerzone, auf Supermarktparkplätzen, in den sozialen Brennpunkten?“ Eine Umsetzung der Vorschläge sei, so Edel, mit dem „Willen und der Unterstützung der Landesregierung und der politisch Verantwortlichen vor Ort“ möglich.

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