Kaiserslautern
Lautrer Sommerabende: Gelungener Abschluss
Es war ein in mehrerer Hinsicht guter Abschluss für eine erfolgreiche Veranstaltungs-Serie. Da war zum Beispiel der außergewöhnlich umfangreiche Song-Fundus des Trios quer durch die populären Musik-Stile der letzten Jahrzehnte. Gitarrist/Leadsänger Eike Walter, (Kontra-)Bassist Luc Hatzis und Perkussionist Andreas Eichenauer präsentierten an jenem Abend vor der Stiftskirche sowohl in einem Live-Programm weniger gängige Stücke als auch zeitlose Klassiker aus unter anderem Rock, Pop und Folk. Darunter waren etwa Simon & Garfunkels „The Boxer“, das rhythmisch anspruchsvolle „Faith“ (kein Problem speziell für den gewieften Bassisten) oder zu späterer Stunde das etliche Fans aus ihren tiefen „Liegeplatz“-Liegestühlen holende und vor der Bühne mächtig mitgehen lassende „Proud Mary“. Den „Englishman in New York“ inszenierte das Trio dabei glatt als eine Art zweistimmigen Kanon zusammen mit dem bereitwillig (und sicher) agierenden Lautrer Publikum: Eike Walter lieferte den Text, die Fans gleichzeitig den Refrain. So hat man den Titel vermutlich noch nie live gehört.
Auf diese Weise entstand ein gut gemachter Programm-Mix, der ganz unterschiedliche Stimmungen und Geschmäcker bediente und der von den Musikfans dann oft und gerne mitgetragen wurde. So geht größtmögliche Publikumsnähe – eine weitere gute Sache bei der Band und bei diesem Konzert.
Gelungener Stilmix
Und gleich noch eine: Man spielte nicht einfach nur so all die diversen Titel herunter, sondern verband sie mit unterhaltsamen Ansagen und inhaltlichen Zusammenhängen. David Bowies „Heroes“ assoziierte man etwa mit dem Bandnamen, und die Freundschaft unter den drei seit vielen Jahren zusammen auftretenden Musikern drückte sich in „With a little help from my friends“ – orientiert an der besonders fordernden Joe Cocker-Version – aus. Dazu passte dann auch der Beatles-Evergreen „Come Together“, der das Zusammenkommen der großen, in lockerer Zuhörlaune vereinten Menschenmenge am Ort thematisieren konnte.
So ging es über vier Auftrittsstunden lang mit viel Applaus und guter Stimmung immer weiter. Am Schluss wollte man das Trio gar nicht mehr von der Bühne lassen. Klar, dass da dann noch ein ordentlicher Zugabenteil folgte – ein würdiger Abschluss eines Konzerts, das zugleich schon kräftig Appetit auf die nächste „Lautrer Sommerabende“-Saison machte.